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UFA dominiert Fernsehpreis-Nominierungen

Der Potsdamer Produktionsriese ist bis auf das Serien-Ressort in allen Fiction-Kategorien vertreten. In der Mehrteiler-Kategorie kommt es zum Showdown der gigantischen Großprojekte und bei den TV-Movies mischt sogar Sat.1 mit.

18.09.2013 12:34 • von Frank Heine
"Unsere Mütter, unsere Väter" wurde als bester Mehrteiler nominiert, Tom Schilling und Volker Bruch hoffen auf den Schaupieler-Preis (Bild: ZDF/David Slama)

Mit erdrückender Übermacht dominiert UFA Fiction die Nominierungsliste zum Deutschen Fernsehpreis und erntet dabei die noch von Teamworx gesäten Früchte. In den Kategorien "Bester Fernsehfilm" und "Bester Mehrteiler" gehen jeweils zwei der drei Nominierungen an das Potsdamer Produktionshaus. Lediglich bei den Serien ging man leer aus.

Bei den Fernsehfilmen muss sich Uwe Jansons Politsatire "Der Minister" (Sat) mit den bereits preisgestählten Favoriten "Der Fall Jakob von Metzler" (ZDF) und "Operation Zucker" (ARD/ Sperl Productions) messen. Bei den Mehrteilern stehen sich Oliver Berbens Familiensaga "Das Adlon" (ZDF/Moovie), das Weltkriegs-Epos "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF) und die Tellkamp-Verfilmung "Der Turm" (ARD) gegenüber.

Bei den Serien - quasi die UFA-freie Zone - stößt man sogar auf RTL mit seinem Neustart "Christine" (Polyphon). Im bunt gemischten Feld feiert auch der leidgeplagte ARD-Vorabend mit der Nominierung für "Hubert und Staller" (Entertainment Factory/Tele München) einen seltenen Triumph. Dritte im Bunde ist die Echtzeitserie "Zeit der Helden", ein gelungenes Experiment von SWR, ARTE und Zero One Film.

Jeweils fünf Kandidaten stehen in den Schauspielerkategorien zur Wahl. Bei den Herren sind es gar derer sechs, weil Volker Bruch und Tom Schilling aus "Unsere Mütter, unsere Väter" als Gespann nominiert wurden. Das muss kein Nachteil sein, wie die letztjährige Auszeichnung für Barbara Auer und Ina Weisse zeigte. Rekordverdächtig sind die vier Filme, für die Matthias Brandt nominiert wurde (die beiden Polizeirufe "Der Tod macht Engel aus uns allen") und "Fieber", "Eine mörderische Entscheidung" und "Verratene Freunde"). Die Konkurrenz ist mit dem Blauen-Panther-Gewinner Robert Atzorn ("Der Fall Jakob von Metzler"), Lars Eidinger (Brandts Gegenüber in "Der Tod macht Engel aus uns allen") und Jan Josef Liefers ("Der Turm") ausgesprochen stark.

Von der Damenkonkurrenz lässt sich mit Fug und Recht selbiges behaupten. Auch hier steht die Bayerische-Fernsehpreis-Triumphatorin, Nadja Uhl ("Operation Zucker", "Der Turm") zur Wahl, ebenso ihre damalige "Herausforderin" Claudia Michelsen ("Der Turm"), Alice Dwyer ("Im Alleingang: Elemente des Zweifels", nochmal Sat.1), Julia Jäger ("Zeit der Helden") und Susanne Wolff ("Mobbing").

Die Preisverleihung findet am 2. Oktober in Köln statt. Die Ansetzung des Ausstrahlungstermins auf den 4. Oktober, 22.15 Uhr durch den veranstaltenden Sender Sat.1, hatte unter den Veranstaltern des Preises zu heftigen Diskussionen geführt.

Eine Übersicht über alle Nominierungen finden Sie hier.