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Filmpreis "Die Brücke" geht an Mira Nair

Der "Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films" wird in diesem Jahr auf dem Filmfest München erstmals unter dem verkürzten Titel "Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke" verliehen. Der Hauptpreis geht an Mira Nair für "The Reluctant Fundamentalist".

01.01.1970 01:00 • von Jochen Müller

Die indische Regisseurin Mira Nair erhält am 4. Juli im Rahmen des Filmfest München für ihren Thriller "The Reluctant Fundamentalist" den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis des Friedenspreis' des Deutschen Films - Die Brücke. Unter diesem Titel wird in diesem Jahr erstmals die seit 2002 als Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films vergebene Auszeichnung für künstlerisch wertvolle Filme humanistischer, gesellschaftspolitischer Dimensionen verliehen. "Mira Nair wagt die Innenansicht eines jungen Mannes auf dem Weg vom erfolgshungrigen Wallstreet-Banker zum Fundamentalisten wider Willen. Nach dem 11. September 2001 erlebt der gebürtige Pakistani Changez Khan aus kultiviertem Hause, der auf dem Sprung in die Chefetage eines Investment-Fonds an der Wall Street ist, die US-Islam-Paranoia, Selbstgerechtigkeit und das Messen mit verschiedenen Maßstäben", so die Begründung der Jury, die aus Paula Ewert, Filmreferentin a.D. in der Bayerischen Staatskanzlei, der stellvertretenden FFF-Bayern-Geschäftsführerin Gabriele Pfennigsdorf, den Regisseuren Marco Kreuzpaintner und Marc Rothemund, dem Filmjournalisten Adrian Prechtel, Kinobetreiber Fritz Preßmar und Elisabeth Wicki Endriss, der Witwe von Bernhard Wicki, besteht.

Der Nachwuchspreis des Friedenspreis' Deutschen Films - Die Brücke, der seit 2010 vergeben wird, geht in diesem Jahr an Daniel Harrichs "Der blinde Fleck", der die Geschichte des Oktoberfest-Attentats 1980 aufrollt und auf dem Münchner Filmfest seine Premiere feiern wird. Mit dem Spezialpreis des Friedenspreis' des Deutschen Films zeichnet die Jury Haifaa Al Mansour für ihren Film "Das Mädchen Wadjda", in dem sich die Regisseurin der Situation der Frauen in Saudi-Arabien über die Geschichte eines zehnjährigen Mädchens, das sich ein Fahrrad wünscht, zu nähern, aus.

3sat berichtet am 7. Juli in einer 45-minütigen Sondersendung ab 20.15 Uhr von der Preisverleihung.