TV

NDR-Fernsehdirektor Beckmann muss um Vertragsverlängerung bangen

Der NDR will den Vertrag von Fernsehdirektor Frank Beckmann erst verlängern, wenn alle Verdachtsmomente gegen den ehemaligen Kika-Programmgeschäftsführer ausgeräumt sind.

01.01.1970 01:00 • von Andreas Kloo
NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann (Bild: NDR/Marcus Krüger)

NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann muss um die Verlängerung seines Vertrages bangen. Laut "Hamburger Abendblatt" behält sich der NDR eine Entscheidung offen. Beckmanns Vertrag läuft am 31. Oktober aus, üblicherweise signalisiert der Sender ein Jahr vor Vertragsende, ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird oder nicht. Hintergrund für die zögerliche Haltung des NDR sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen des Verdachts der Untreue gegen den früheren Kika-Programmgeschäftsführer. Solange der Sender nicht weiß, was an den Vorwürfen dran ist, liege die Verlängerung auf Eis.

Laut eines Berichts des "Kontakter" wirft die Staatsanwaltschaft Beckmann vor, gewusst zu haben, dass ein Abschiedsfest bei Kika mit veruntreutem Geld finanziert wurde. Laut Beckmann habe es kein Abschiedsfest gegeben. Vielmehr sei er im Rahmen des Sommerfestes zum Ende der Kika-Sommertour 2008 verabschiedet worden. Beckmann soll selbst zu der Party geladen haben, weshalb sie von den Ermittlern als Abschiedsfest eingestuft wird. Bei der Finanzierung des Festes soll ein Unternehmen geholfen haben, das die Kiki-Sommertour abgewickelt habe. Es hat demnach einen fünfstelligen Betrag auf die tatsächlich entstandenen Kosten aufgeschlagen. Dieser Betrag sei an den Kika zurückgeflossen, der so das Fest finanzieren konnte. So sollen damals alle Mitarbeiterfeste finanziert worden sein, heißt es in dem Medienbericht.