Verleih

USA: Physischer Verleihmarkt rückläufig

Rentrak hat Daten zum US-Verleihmarkt des vergangenen Jahres bekannt gegeben. Demnach ging der Rentalumsatz mit DVDs und Blu-rays 2011 um 3,4 Prozent auf 5,65 Mrd. Dollar zurück. Der physische Verleih dürfte dabei zusehends unter Streamingabos leiden.

01.01.1970 01:00 • von Mareike Haus

Rentrak hat Daten zum US-Verleihmarkt des vergangenen Jahres bekannt gegeben. Demnach ging der Rentalumsatz mit DVDs und Blu-rays 2011 um 3,4 Prozent auf 5,65 Mrd. Dollar zurück. Zuletzt ließ sich jedoch ein weitaus stärkerer Negativtrend ausmachen, was den Verleih von DVDs und Blu-rays angeht: Wie der Marktforscher betont, ist der physische Verleihumsatz im vierten Quartal um 21,3 Prozent gegenüber Vorjahr eingebrochen. Gleichzeitig hat die Budget-Vertriebsschiene Verleihautomat im gleichen Zeitraum laut Rentrak um 28 Prozent zugelegt. Automaten-Marktführer Redbox profitiert nach wie vor von der stetig schrumpfenden Videothekenlandschaft - der Besitzer der einzig verbliebenen, landesweit operierenden Videothekenkette Blockbuster hat das Filialnetz spürbar bereinigt und wird dies auch weiterhin tun. Darüber hinaus leisten sich Netflix-Kunden nach der happigen Preisanpassung vom letzten Herbst eher ein Streamingabo denn eine Postversand-Flatrate.

"Die Leute haben viele Möglichkeiten wenn es um das Ausleihen von Videos geht, sei es digital oder physisch", erklärt David Paiko, Vice President of Home Entertainment bei Rentrak. "Es ist daher interessant, dass DVD und Blu-ray immer noch die erste Wahl bei den Konsumenten ist", so Paiko.

Der erfolgreichste Verleihtitel 2011 war übrigens auf beiden Formaten die Agentenkomödie "R". Auf DVD folgen die Komödien "Stichtag" und "Meine Frau, unsere Kinder und ich". Auf Blu-ray geht es actionlastiger zu. So landen hier "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" und "Transformers 3" hinter "R.E.D." auf den Rängen zwei und drei.