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Britischer Videomarkt trotz starken Weihnachtsgeschäfts 2011 im Minus

Der britische Videomarkt, inklusive Digital und Rental, hat 2011 einen Gesamtumsatz von 2,251 Mrd. Pfund generiert, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit dem Weihnachtsgeschäft zeigt sich die British Video Association aber sehr zufrieden.

05.01.2012 10:31 • von Mareike Haus
Das "Harry Potter"-Finale war der meistverkaufte Videotitel 2011 in Großbritannien (Bild: Warner)

Der britische Videomarkt, inklusive Digital und Rental, hat laut British Video Association (BVA) 2011 einen Gesamtumsatz von 2,251 Mrd. Pfund (2,72 Mrd. Euro) generiert, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der physische Kaufmarkt verzeichnete ein Umsatzminus von 4,9 Prozent auf 1,75 Mrd. (2,12 Mrd. Euro) Pfund, während der Absatz von DVDs und Blu-rays um 7,2 Prozent auf 207 Mio. Units zurückging. Damit konnte das weiterhin wachsende Blu-ray-Format den Rückgang bei DVD auch im letzten Jahr nicht kompensieren. Blu-ray stand 2011 für 13 Prozent aller Disc-Verkäufe. 15,3 Mio. Units wanderten über die britischen Ladentische und generierten einen Umsatz von 222,8 Mio. Pfund (277 Mio. Euro, plus 18,4 Prozent). Neben Blu-ray entwickelte sich auch der Digitalmarkt positiv: IHS Screen Digest zählte 2011 rund 71 Mio. digitale Transaktionen, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Der britische Digitalmarkt inklusive Streamingangebote ist demnach 292 Mio. Pfund (353 Mio. Euro) schwer und steht für 13 Prozent des Gesamtmarktes.

Bestverkaufte Titel des vergangenen Jahres waren - wenig überraschend - Warners "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" und "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1", gefolgt von "Sex on the Beach", ein Filmableger zur Channel-4-Sitcom "Inbetweeners". Komplettiert werden die Top Five von "The King's Speech" (Momentum) und "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" (Disney). 80 Prozent der Top-Ten-Absätze entfielen laut BVA auf britische Filme und Serien bzw. Co-Produktionen.

Trotz der Tatsache, dass der britische Videomarkt 2011 erneut keinen Turnaround erreichte, zeigte sich die BVA zufrieden mit der Jahresbilanz: "Inmitten eines schwierigen Wirtschaftsklimas ist es wirklich ermutigend zu sehen, dass die Leute ihr hartverdientes Geld für unsere besten Filme, Serien sowie Kinder,- Musik- und Sportprogramme ausgeben", erklärte Charlie McAuley, Vorsitzender des britischen Videoverbands.

Vor allem das starke Weihnachtsgeschäft erfreute die Branche: Im Dezember lagen die physischen Verkäufe mit einem Umsatz von 473,3 Mio. Pfund (573 Mio. Euro) 8,4 Prozent über Vorjahresniveau. Selbst die gute, alte DVD verzeichnete mit 43 Mio. im Dezember verkauften Units und Erlösen in Höhe von 410,1 Mio. Pfund (496 Mio. Euro) ein Absatz- und Umsatzplus von sechs Prozent.