Verleih

Horst Soltysiak zur Zukunft des Markts

01.01.1970 01:00 • von Mareike Haus

Eigentlich wollte Horst Soltysiak nach 25 Jahren bei Universum Film Ende 2011 in die wohlverdiente Altersteilzeit gehen. Nun bleibt der Sales Director Rental dem Independent und der Branche ein weiteres Jahr erhalten, da der Vertrag um ein Jahr verlängert wurde. "Mich freut dies außerordentlich. Es gibt noch so viel in diesem Markt zu tun. Wir haben hervorragende Produkte und innovative Konzepte. Die Titel für das Jahr 2012 sind mehr als vielversprechend, und darum reizt es mich mehr denn je, ein erfolgreiches 2012 zu begehen", begründet Horst Soltysiak seine Entscheidung.

Letztlich steckt dahinter auch eine strategische Entscheidung seitens Universums: Rental ist auch weiterhin ein wichtiger Geschäftsbereich für den Independent. Und trotz aller Unkenrufe sieht Soltysiak den Verleih noch lange nicht am Ende. "Ich glaube, es muss mal wieder ein 'Ruck' durch unsere Videothekenlandschaft gehen. Für mich ist eines entscheidend: Die Tatsache, dass der Endverbraucher 'gern' in eine Videothek geht, ist gerade an den Umsatzergebnissen im Juli und August zu erkennen."

Die Voraussetzungen für einen Videothekenbesuch mit Freuden sind aus Soltysiaks Sicht vorhanden, auch wenn sich das -Geschäft verändert hat und die Absatzmengen und Durchschnittserlöse rückläufig sind. "Wir haben begeisterte Handelspartner, wir haben begeisterte Mitarbeiter in den Outlets, wir haben begeisterte Menschen in der Industrie, die jeden Tag daran arbeiten, optimale Produkte auf den Weg zu bringen. Wir haben eine glänzende Vergangenheit, aber auch eine chancenreiche Zukunft. Die Spielregeln des Marktes sollten wir daher nicht als beklagenswert erachten, sondern diese zu unserem Vorteil nutzen. So entsteht Wettbewerb auf hohem Niveau. Übrigens ein Aspekt, der diesen Markt so erfolgreich gemacht hat", lautet das Plädoyer des Universum-Verleihleiters.

Das Potenzial des Videoverleihs zeige sich laut Soltysiak in den USA, auch wenn der Markt dort etwas anders funktioniere und sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen lasse. Denn natürlich spielten in den USA die Vertriebsautomaten von Redbox eine zentrale Rolle, die flächendeckend an stark frequentierten Stellen für tolle Umsätze sorgen. "Die Videothekenketten haben jedoch einen Sanierungsprozess hinter sich gebracht, und unrentabel geführte Outlets wurden geschlossen. Dafür sorgen die starken Videotheken durch höhere Kundenfrequenzen für deutlich bessere Umsätze. Vor allem die Konzentration auf den Konsumenten hat dort für Wachstum gesorgt", nennt Soltysiak weitere Gründe für den Höhenflug des Verleihs in den USA. "Der Markt hat sich positiv für Rental entwickelt.

Dies wird auch bei uns in Deutschland passieren", zeigt sich Soltysiak optimistisch. Dazu bedürfe es aber der einen oder anderen Initiative. Für den erfahrenen Verleihfachmann gehören dazu aufwendige Werbemittel, ebenso wie Poster, Aufsteller oder Fahnen für die Outlets. Weitere Möglichkeiten seien Sonderverpackungen am PoS oder SMS-Marketing am Veröffentlichungstag eines Films.

"Praxisorientierte Werbung ist der notwendige Einsatz von uns, um vernünftige Umsätze mit unseren Handelspartnern zu generieren. Wenn dann zum Kaufstart die TV-Werbung geschaltet wird, ist dies immer zum Nutzen aller. Wir bemerken, dass nach der Ausstrahlung die Nachfrage auch in der Videothek einsetzt. So gesehen wird gerade von uns Werbung für Rental hoch bewertet und umgesetzt", führt Soltysiak aus. Als aktuelles Beispielund nennt er "".

Im zweiten Halbjahr wird der nächste von TV-Werbung begleitete Film "" sein, ebenso sind für "", "", "" sowie "" mit Jason Statham flankierende TV-Maßnahmen ge-plant. "Unsere Veröffentlichungspraxis mit einem attraktiven Auswertungsfenster für Videotheken von circa vier Wochen bleibt ebenfalls unverzichtbar", bezieht Soltysiak abschließend eine klare Position bei den Auswertungsfenstern.