Kino

Starker Auftakt für Film-Messe Köln

Mit der Entscheidung, die Film-Messe Köln um einen Tag zu verlängern, wurde ihr Status als eines der wichtigsten Treffen der deutschen Kinobranche weiter gefestigt. Schon zum Auftakt fanden sich mehrere hundert Kinobetreiber zu den Tradeshows der Majors ein, den Höhepunkt steuerte die Constantin mit einem Überraschungsscreening von "Die drei Musketiere" bei.

01.01.1970 01:00 • von Jochen Müller
Wurde auf der Film-Messe Köln sehr gut angenommen: "Die drei Musketiere" (Bild: Constantin)

Zugegeben: Dass "Die drei Musketiere" den ersten Tag der beschließen würde, hatten wohl die meisten Besucher erwartet, auch wenn der Titel im Vorfeld nicht genannt worden war. Doch auch wenn sich der Überraschungseffekt in Grenzen hielt - der Film selbst wurde vom Fachpublikum bestens angenommen. Schon zuvor hatten, kleineren technischen Problemen bei der 3D-Projektion zum Trotz, die Tradeshows von Universal, Paramount und Disney hunderte von Kinobetreibern überzeugt. "Kurz und knackig" hieß die Devise, wobei man vorwiegend exklusives Material servierte und auf längst bekannte Previews weitgehend verzichtete.

Den Startschuss zur erstmals dreitägigen Film-Messe gab Universal, die unter anderem neues Material zu "Die Aushilfsgangster", "Battleship" und "Eine offene Rechnung" präsentierten. Zu "Snow White and the Huntsman" gab es erste Konzeptclips zu sehen. Viel Applaus erntete Regisseur Detlev Buck, der persönlich erste Szenen aus "Rubbeldiekatz" vorstellte. Für Partner UFA Cinema stellte Thomas Peter Friedl vielversprechende Szenen aus "Im Jahr der Schlange" vor, "Jesus Loves Me" sowie "Hanni & Nanni 2" waren mit einem ersten Szenenfoto bzw. einem kurzen Videogruß vertreten.

Paramount begann mit Trailern zu "Cowboys & Aliens", "Paranormal Activity 3" und "Hell", für den im Anschluss Regisseur Tim Fehlbaum die Werbetrommel rührte. "Hell" wird in voller Länge in Köln gezeigt. Aus "Der gestiefelte Kater" gab es rund 15 Minuten in 3D zu sehen, auch "Footloose" wurde mit einem exklusiven Clip angepriesen. Den Abschluss bildete ein neuer Trailer für die Naturdokumentation "One Life", für die Paramount unter anderem besonders stark mit Schulen zusammenarbeiten will.

Disney beschränkte sich auf neue Clips von zwei Filmen: "Real Steel" sowie "Fright Night", letzterer in 3D. Zudem kündigte man für heute den Start des Serviceportals www.disneykinoservice.de an. Betreiber sollen dort Gelegenheit erhalten, ihre Daten zu hinterlegen, um so unter anderem optimiert mit Werbematerial versorgt werden zu können.

Bevor der Constantin Film Verleih zum Abschluss des Abends ein Mantel-und-Degen-Spektakel der noch nie gesehenen Art präsentierte, würdigte man den verstorbenen Bernd Eichinger in "seinem" Cinedom. Gleichzeitig nahm Geschäftsführer Oliver Koppert das Screening zum Anlass, die Betreiber zur weiteren digitalen Umrüstung zu ermutigen. Aktuell 1300 3D-Leinwände seien nach wie vor nicht genug.