Kino

Lionsgate wieder im Plus

Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs hat US-Minimajor Lionsgate im ersten Fiskalquartal 2012 mit Ende 30. Juni nach Verlusten in der Vorjahresperiode einen Nettogewinn in Höhe von 12,2 Mio. Dollar erzielt. Umsatztreiber im Quartal waren vor allem TV-Inhalte.

10.08.2011 10:16 • von Mareike Haus

US-Minimajor Lionsgate hat im ersten Fiskalquartal 2012 mit Ende 30. Juni nach einem Verlust von 64,1 Mio. Dollar in der Vorjahresperiode einen Nettogewinn in Höhe von 12,2 Mio. Dollar erzielt. Der Ergebnissprung wurde in erster Linie durch reduzierte Marketingkosten in der Kinosparte, höhere Erlöse aus dem TV-Geschäft sowie der Beteiligung an der Pay-TV-Plattform Epix begünstigt, die im Berichtszeitraum nach Verlusten im Vorjahr nun einen Gewinn von fast fünf Mio. Dollar machte. Der Umsatz von Lionsgate schrumpfte gleichzeitig auf 261,3 Mio. Dollar (Vorjahr: 326,6 Mio. Dollar). Lionsgate hatte im ersten Fiskalquartal mit "Madea's Big Happy Family - The Godmother" nur einen größeren Kinostart vorzuweisen, während im Vorjahreszeitraum drei größere Filme an den Start gingen, darunter "Kick-Ass". Der Kino-Umsatz ging folgerichtig um 62 Prozent auf 27,1 Mio. Dollar zurück. Auch im Home-Entertainment-Bereich brachte Lionsgate im Berichtszeitraum keine größeren Spielfilm-Neuheiten heraus. Die Erlöse gingen hier um 32 Prozent auf 92,9 Mio. Dollar zurück. Ein gutes Quartal verzeichnete dagegen die TV-Sparte innerhalb der Film-Division Lionsgates, die dank guter Pay-TV-Erlöse ihren Umsatz auf 43,3 Mio. Dollar mehr als vervierfachen konnte.

Überhaupt machte Lionsgate im ersten Fiskalquartal vor allem Umsatz im TV-Bereich. Die Erlöse der TV-Produktionssparte kletterten um 27 Prozent auf 68,7 Mio. Dollar. Die Lizenzierung von TV-Serien in den USA sorgte für Erlöse in Höhe von 49,9 Mio. Dollar (plus 24 Prozent). Einen Umsatzsprung um 61 Prozent auf 12,6 Mio. Dollar verzeichnete das internationale TV-Lizenzgeschäft, das u. a. von den Serien "Weeds" und "Mad Men" beflügelt wurde.