Produktion

Produzentenlegende Otto Meissner gestorben

Der Gründer der Novafilm und einstige Unterhaltungschef des ZDF ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

28.02.2011 15:31 • von Frank Heine
Otto Meissner mit ZDF-Intendant Markus Schächter 2004 bei einem Galadinner zu Ehren Meissners (Bild: Odeon Film)

Binnen kurzer Zeit verliert die deutsche Fernsehlandschaft eine weitere große Produzentenpersönlichkeit. Wie das ZDF heute mitteilt, ist Prof, Gründer der Novafilm Fernsehproduktion bereits Mitte Februar im Alter von 85 Jahren gestorben. Vor acht Tagen erst sorgte die Nachricht vom Tod Helmut Ringelmanns für Betroffenheit.

Meissner war mit seiner 1967 gegründeten Novafilm in besonderem Maße als Serienproduzent erfolgreich. Produktionen wie "Die Wicherts von nebenan", "Ich heirate eine Familie", "Unser Lehrer Dr", "Liebling Kreuzberg", "Der letzte Zeuge" oder der nach wie vor praktizierende "Landarzt" bereicherten das deutsche Fernsehen nachhaltig. 2004 zog sich Meissner aus seiner mittlerweile zur Odeon Film gehörenden Firma zurück. Meissner hatte sich aber schon viel früher, als Spielfilmproduzent in den 50er Jahren besondere Meriten verdient. Er war u.a. für das Kriegsdrama "Hunde, wollt ihr ewig leben" und mehrere Heinz Erhardt-Komödien wie "Der letzte Fußgänger" mit verantwortlich. 1963 wechselte er als Hauptproduktionsleiter für den Bereich Unterhaltung nach Mainz zum ZDF. Schon bald übernahm er die Leitung der Hauptredaktion, unter seiner Führung entstanden Show-Klassiker wie "Vergißmeinnicht" mit Peter Frankenfeld und "Der Goldene Schuß" mit Lou van Burg.