Film

iTunes gräbt Movielink & Co. das Wasser ab

Filmdownload-Plattformen wie Movielink und Cinemanow haben nach Einschätzung von NPD Research in den letzten Monaten Marktanteile an Apples iTunes verloren.

29.05.2006 11:25 • von Mareike Haus
US-Konsumenten interessieren sich nach Einschätzung von NPD Research in Sachen Videodownloads derzeit mehr für Häppchen als für die Hauptmahlzeit. Den US-Marktforschern zufolge haben Filmdownloadplattformen wie Movielink und Cinemanow in den letzten Monaten Marktanteile an Apples iTunes verloren. So sei iTunes im April die am meisten frequentierte Quelle für Videocontent im Netz gewesen. Während Movielink und Cinemanow seit kurzem relativ hochpreisige Spielfilme als Download-to-Own offerieren, kann man sich im iTunes Store für nur 1,99 Dollar Episoden von populären Serien wie "Lost", "Desperate Housewives" oder "Star Wars - Clone Wars" kaufen.

Als weiteres Argument für iTunes gilt laut NPD der Umstand, dass via iTunes gekaufte Files flexibler genutzt werden können als bei den beiden führenden Video-on-Demand-Anbietern auf dem US-Markt. Dies weiß auch Curt Marvis, CEO Cinemanow: "Es müssen noch viele Fortschritte erzielt werden, wenn es darum geht, den Konsumenten den Transfer der Filme vom PC auf andere Plattformen zu ermöglichen." Aber trotz seitens der Rechteinhaber eingeschränkter Nutzung des Filmcontents habe Cinemanow bei Download-to-Own in den letzten Monaten stetig um zehn Prozent zugelegt, so Marvis.

Russ Crupnick von NPD Research geht trotzdem davon aus, dass iTunes in Zukunft dominanter wird: "Ich denke, dass iTunes der am weitesten verbreitete Weg ist, digitale Musik zu kaufen, und dies wird sich auch bei Videos so entwickeln", sagte der Analyst.