Film

Bruchlandung für "girl friends"

Das ZDF nimmt die Mittwochsserie "girl friends" nach enttäuschenden Quoten vorerst aus dem Programm und sucht nach einem neuen Sendeplatz für den einstigen Zuschauergaranten.

16.12.2005 16:40 • von Frank Heine
Ein tröstendes Wort nach dem Absturz: "girl frieds" hier mit Harald Maack und Nadja Zwanziger (Bild: ZDF/ Sandra Hoever)

Das ZDF hat die siebte Staffel der Serie "girl friends" bereits nach zwei Wochen wieder aus dem Programm genommen. Der Mittwochabendsendeplatz um 20.15 Uhr erwies sich für die im Hotelmilieu angesiedelte Serie als zu stark umkämpftes Terrain. Vor allem die Vorverlegung des Sat-Klassikers "Der Bulle von Tölz" von 21.15 auf 20.15 Uhr dürfte der Produktion von Network Movie zu schaffen gemacht haben. Auch hinter dem Mittwochsfilm der ARD lagen die "girl friends" bei beiden Sendeterminen deutlich zurück. Der 90-minütige Pilotfilm "Wiedersehen auf Guernsey" landete noch bei 3,75 Mio. Zuschauern (Marktanteil: 11,4 Prozent). Die erste Folge, "Abgestürzt", machte ihrem Titel hingegen alle Ehre und kam nur noch auf 3,16 Mio. Zuschauer; der Marktanteil sank sogar in den einstelligen Bereich auf 9,5 Prozent.

Neben der verschärften Konkurrenzsituation hatte der frühere Quotengarant in der aktuellen Staffel sicherlich noch nachhaltiger damit zu kämpfen, dass sich die früheren Zugpferde Mariele Millowitsch und Walter Sittler mit Beginn der sechsten Staffel aus der Serie verabschiedet haben. Beim ZDF denkt man nun offenbar darüber nach, "girl friends" im kommenden Jahr auf einem anderen Sendeplatz - möglicherweise donnerstags um 19.25 Uhr - fortzuführen. Auf alle Fälle wolle man an dem Format festhalten, hieß es von Senderseite.

Für die Mainzer und ihre Produktionstochter Network Movie ist es die zweite schmerzliche Serienerfahrung binnen eines Jahres. Auch die mit Vorschusslorbeeren an den Start gegangenen "Albertis" konnten die Quotenerwartungen nicht erfüllen. Mehr zum Thema