Kino

Anlaufhilfen für bayerische Kinos starten

Ab dem 1. Juli können gewerbliche Kinos in Bayern Hilfen aus einem mit 12 Mio. Euro ausgestatteten Fonds beantragen, der sie in der schwierigen Phase der Wiedereröffnung unterstützen soll.

30.06.2020 14:55 • von Marc Mensch
Am 15. Juni gab Digitalministerin Judith Gerlach gemeinsam mit Kurt Schalk im Gloria Palast den Startschuss für die Wiedereröffnung der Kinos in Bayern (Bild: Markus Schlaf/Münchner Merkur tz)

Gute Nachrichten für bayerische Kinos: Denn am morgigen 1. Juli fällt nicht nur die Maskenpflicht im Saal (wir berichteten), sondern ab diesem Tag können auch Starthilfen beantragt werden, für die der Freistaat 12 Mio. Euro zur Verfügung stellt.

Antragsberechtigt soll grundsätzlich sein, wer seit dem letzten Jahr ein gewerbliches Kino in Bayern betreibt und pandemiebedingte Liquiditätsengpässe zu beklagen hat - wobei es bei Ankündigung der Maßnahme noch geheißen hatte, Multiplexe seien nur förderfähig, soweit sie inhabergeführt seien. Diesbezüglich gilt es die Vergabekriterien genau zu studieren, die aktuell noch nicht online stehen.

Das Geld soll die Kinos in den ersten Monaten nach der Wiedereröffnung bis Ende 2020 unterstützen und ist über die Internetseite www.coronahilfe-kino.bayern.de zu beantragen, die von dem für die Kino- und Filmwirtschaft zuständigen Digitalministerium betrieben wird.

"Die Anlaufphase wird für die Kinos nicht leicht. Um ihnen hier unter die Arme zu greifen, unterstützen wir sie mit umfangreichen Starthilfen. Der Wegfall der Maskenpflicht während der Filmvorführung wird einen Kinobesuch außerdem wieder attraktiver machen. Eine lebendige Kinoszene ist ein wichtiger Teil der bayerischen Kulturlandschaft. Wir stehen hinter unseren bayerischen Filmtheatern und wollen tatkräftig mit anpacken, dass sie möglichst gut wieder aus dieser Krise herauskommen", so Digitalministerin Judith Gerlach.

Unmittelbar nach Bekanntgabe kommentierte Christine Berg, Vorstand HDF, die Neuigkeiten: "Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlich dafür, dass Bayern sich als erstes Bundesland dazu entschlossen hat, bei den finanziellen Anlaufhilfen für die Kinos tatsächlich alle Häuser zu berücksichtigen - unabhängig davon, wie viele Leinwände diese haben. Diese Entscheidung berücksichtigt endlich , dass alle Kinos von der Krise gleichermaßen betroffen sind und man daher auch allen Lichtspieltheatern unter die Arme greifen muss. Wir sind erleichtert, dass zumindest den Kinos in Bayern nun flächendeckend geholfen wird und hoffen, dass die anderen Bundesländer und vor allem die Bundesregierung noch entsprechend nachziehen. Nur mit einer Unterstützung aller Kinostandorte kann die Vielfalt an Kinokultur sowohl in den Städten als auch in der Fläche erhalten werden."