Kino

Lockerungen bei Regelungen für Kinobetrieb gefordert

21 Kinobetreiber*innen aus München und Umgebung verlangen Nachbesserungen bei den bestehenden Regelungen zum Kinobetrieb. Seit der Eröffnung der Kinos am 15. Juni habe die Praxis gezeigt, dass die Regelungen zum Tragen von Masken im Kinosaal sowie die bestehenden Abstandsregelungen unangemessen seien.

29.06.2020 12:48 • von Jochen Müller
Auch die Betreiberin des Theatiner-Kinos in München, Marlies Kirchner, fordert Nachbesserungen beim Hygienekonzept in den Kinos (Bild: Theatiner Filmkunst)

"Wir wiederholen unsere Aufforderung an die Politik, mit den behördlichen Verordnungen dem Kino keinen Imageschaden zuzufügen. Dies passiert, wenn ein Kinobesuch unter Auflagen gestellt wird, die diesen gefährlicher erscheinen lassen als einen Restaurantbesuch oder eine Reise nach Mallorca!", heißt es in einer Mitteilung von 21 Kinobetreiber*innen aus München und Umgebung. Diese hatten sich im Mai zusammengeschlossen und mit einem Appell an die bayerische Staatsregierung gewandt gehabt und eine baldige Perspektive für die Wiedereröffnungen der Kinos unter wirtschaftlichen Bedingungen eingefordert.

Nachdem der Spielbetrieb in den bayerischen Kinos seit 15. Juni wieder möglich ist, habe die Praxis gezeigt, dass "in der bestehenden Regelung zwingend zwei Dinge nachgebessert werden müssen, um einen attraktiven und auch nur im Ansatz rentablen Spielbetrieb zu gewährleisten", heißt es in der Mitteilung weiter.

Zum einen wird eine Aufhebung der Maskenpflicht beim Sitzen im Kinosaal gefordert. Diese besteht aktuell mit Ausnahme beim Verzehr von Getränken und Speisen. Kontrollieren müssten deren Einhaltung die Kinobetreiber, denen es ebenso wenig wie dem Publikum zuzumuten sei, entsprechende Kontrollgänge während der Vorstellung durchzuführen und die Kinobesucher im Falle eines Verstoßes zu ermahnen.

Von den Kinobetreiber*innen gefordert wird außerdem die Verringerung der Abstände im Sitzbereich von 1,5 auf einen Meter, wie es von der WHO vorgeschrieben ist; in den Bereichen, in denen sich das Publikum bewege, könnten 1,5 Meter beibehalten werden. Die Verringerung des Abstands, die zu einer größeren Auslastung der Kinos führen würde, sei dadurch abgedeckt, dass die Kinobesucher fest zugewiesene nummerierte Sitzplätze hätten, deren Belegung zusammen mit der Personenregistrierung aufbewahrt werde.

Unterzeichnet wurde die Forderung von:

Thomas Kuchenreuther (ABC Kino, Leopold Kinos, München)

Christian Pfeil, Markus Eisele (Arena, Monopol, München, Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck, Kino Alte Brauerei Stegen)

Jonathan Rosenwanger (Cadillac & Veranda Kino München, CinePark Kino Schrobenhausen)

Bruno Börger, Holger Trapp (City Kinos, München)

Louis Anschütz (Studio Isabella, München)

Anne Harder (Neues Maxim, München)

Matthias Stolz, Mathias Wild (Museum Lichtspiele, München)

Thomas Wilhelm (Neues Rex, Neues Rottmann, Cincinnati, München)

Daniel Kuonen, Kerstin Schmidt (Rio Filmpalast, München)

Fritz und Christoph Preßmar (Filmtheater Sendlinger Tor, München)

Francois Duplat (Kino Solln, München)

Marlies Kirchner (Theatiner Filmkunst, München)

Werkstattkino e (München)

Werner Scholz (Filmeck Gräfelfing)

Matthias Helwig (Breitwand Gauting, Breitwand Starnberg, Breitwand im Schloss Seefeld)

Andrea Hailer (soulkino)