Kino

Keine Maskenpflicht in britischen Kinos

Am Dienstag hatte Premierminister Boris Johnson den 4. Juli als Termin für die Wiedereröffnung der Kinos genannt. Nun hat der britische Kinoverband UKCA einen Katalog von Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vorgelegt.

25.06.2020 10:45 • von Jochen Müller
Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist in den britischen Kinos nicht verpflichtend (Bild: imago images / imagebroker)

Die UK Cinema Association (UKCA) hat jetzt einen Katalog mit Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für die von Premierminister Boris Johnson am Dienstag angekündigte Wiedereröffnung der Kinos am 4. Juli vorgelegt. Eine im Vorfeld kontrovers diskutierte Verpflichtung zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes wird es Presseberichten zufolge nicht geben. Mitarbeiter der Kinokette Cineworld hatten sich beispielsweise gegen die Pläne der Unternehmensleitung gewandt gehabt, dass sie zwar Masken tragen müssten, die Kinobesucher aber nicht.

"Es ist wichtig, zu wissen, dass es nur kaum Nachweise für den Nutzen beim Tragen eines Mund- und Nasenschutzes gibt und der daraus entstehende positive Effekt, andere zu schützen, eher gering ist. Daher ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes kein Ersatz für andere Maßnahmen zur Risikominimierung wie die Reduzierung der Zeit, die man unter Menschen verbringt, die Zusammenstellung fester Teams bei der täglichen Zusammenarbeit sowie häufigeres Händewaschen und Reinigungsmaßnahmen in den Kinos", wird der Verzicht auf eine Maskenpflicht in dem Maßnahmenkatalog der UKCA begründet.

Einzelne Kinoketten haben bereits selbst Maßnahmenkataloge aufgestellt. So wird die Odeon-Kinokette zum 4. Juli zehn ihrer Kinos in Großbritannien wieder öffnen, 88 weitere Standorte sollen im Laufe des Juli folgen. Dabei setzt man u.a. auf kontaktlosen Erwerb und Kontrolle der Kinotickets, aufeinander abgestimmte Anfangszeiten der Kinofilme, um Menschenansammlungen in Foyers zu vermeiden, eine limitierte Anzahl verkaufter Filmplätze, um den von Johnson festgelegten Abstand zwischen den Kinogängern von einem Meter einhalten zu können, häufigeres Lüften und Reinigen der Kinosäle, die Verfügbarkeit von Desinfektionsmittel in den Sanitäreinrichtungen und vorgefertigte Snackpakete.