Kino

Cinecitta-Betreiber warten auf Entscheidung zur Wiedereröffnung

Über den von der Familie Weber gestellten Eilantrag zur Wiedereröffnung ihrer Kinos vor dem 15. Juni wird erst Anfang kommender Woche entschieden. Grund ist nach Auskunft von Wolfram Weber eine Überlastung des Gerichts. Die Argumente sehen die Kinomacher weiterhin klar auf ihrer Seite.

05.06.2020 19:34 • von Marc Mensch
Kinoerlebnisse "Deluxe" will die Familie Weber schnellstmöglich in Nürnberg und Erlangen wieder anbieten können (Bild: Cinecitta)

Selbst im Erfolgsfall wäre nur noch bestenfalls eine Woche gewonnen: Wie bereits berichtet, versucht die Betreiberfamilie Weber, eine frühere Eröffnung ihrer Kinos - darunter das Nürnberger Cinecitta - auf dem Rechtsweg über ein Eilverfahren durchzusetzen. Angepeilt war der 4. Juni, doch über den Anfang des Monats nach fruchtlosen Appellen bei der bayerischen Staatsregierung gestellten Antrag wird nicht vor kommender Woche entschieden - und damit bestenfalls sieben Tage vor dem 15. Juni, an dem Kinos in Bayern generell wieder eröffnen dürfen.

Nach Auskunft von Wolfram Weber liegt der Antrag beim Bayrischen Verwaltungsgerichtshof in der Zweigstelle Ansbach. Wegen Überlastung des Gerichts kam es in dieser Woche nicht mehr zu einer Entscheidung, dies werde nun erst Montag oder Dienstag kommender Woche erfolgen.

"Falls unserem Antrag stattgegeben wird werden wir die Kinos unmittelbar danach eröffnen. Es ist natürlich schade, dass wir dann nur noch einen Teil der Pfingstferien mitnehmen können und dieses Wochenende wäre mal richtig gutes Kinowetter, leider aber nicht für Open Air Kino", erklärt Wolfram Weber.

Und weiter: "Schade, dass sich die Bayrische Staatsregierung nicht einfach einen Ruck gibt und die sofortige Wiedereröffnung in das Ermessen jedes einzelnen Kinos stellt, natürlich unter Beachtung der Schutz- und Hygienevorschriften. Wir würden dann den Antrag natürlich sofort zurückziehen."

Weber verweist nicht zuletzt auf die Infektionsrate, die sich im Einzugsgebiet mit über zwei Mio. Einwohnern sehr positiv entwickelt habe: Demnach seien zuletzt pro 100.000 Einwohner nur 1,3 Neuinfektionen in sieben Tagen und 85 aktive Fälle gezählt worden. In Nürnberg gebe es aktuell nur noch 19 aktive Fälle und in den letzten sieben Tagen acht Neuinfektionen.

Man veröffentliche diese Zahlen auch gezielt auf der Website, "um Besuchern mit einem mulmigen Gefühl die Botschaft zu vermitteln, dass man bei einem Besuch in unseren Kinos, wenn überhaupt, nur ein verschwindend geringes Risiko eingeht", so Weber.