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Corona-Hilfen für lokalen Rundfunk in Bayern

In Not geratene bayerische Lokalradio- und TV-Sender können auf eine staatliche Sonderförderung in Höhe von einer Mio. Euro und weitere Unterstützung hoffen. Die BLM und der Freistaat haben ein entsprechendes Corona-Hilfspaket geschnürt.

05.06.2020 15:28 • von Frank Heine
BLM-Präsident Siegfried Schneider (Bild: BLM)

Der Freistaat Bayern und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) haben ein Corona-Hilfspaket für in Not geratene, bayerische Lokalradio- und TV-Sender geschnürt. Das Paket beinhaltet vom Freistaat bereitgestellte Gelder in Höhe von einer Million Euro zur zusätzlichen Förderung von Verbreitungs- und Herstellungskosten. Darüber hinaus verdoppelt die BLM ihren Förderanteil an der Funkanalyse Bayern auf 450.000 Euro. Organisiert wird das Förderpaket von der BLM.

Neben den lokalen Hörfunkanbietern, für die jetzt 500.000 Euro mehr Förderung zur Verfügung stehen, erhalten auch lokale TV-Anbieter in Bayern, die einen Corona-bedingten Notbedarf nachweisen können, 500.000 Euro zusätzlich für Herstellungskosten. Um Engpässe im Lokalfernsehen umgehend abzubauen, hat die Landeszentrale die gesamte Herstellungsförderung statt monatlich in zwei Raten im April und Mai ausgeschüttet.

"Mehr Geld vom Freistaat für Verbreitung und Herstellung, mehr Geld von der Landeszentrale für die Funkanalyse - das sind die beiden wesentlichen Elemente des Corona-Hilfspakets für den lokalen Rundfunk in Bayern. Dieses Soforthilfe-Paket bedeutet eine echte Hilfe für die Lokalfunkbranche, die durch einbrechende Werbeeinnahmen unverschuldet in zum Teil erhebliche Schwierigkeiten geraten ist. Dabei leisten die privaten Sender in dieser Zeit vor Ort mit ihren wichtigen Informationen ein Stück lokale Grundversorgung", äußerte sich BLM-Präsident Siegfried Schneider zu den Hilfsmaßnahmen.