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ORF will 75 Mio. Euro sparen

Durch Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen will der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 75 Mio. Euro umsetzen.

02.06.2020 15:37 • von Frank Heine
Generaldirektor Alexander Wrabetz (Bild: ORF)

Der Österreichische Rundfunk will einem Bericht auf orf.at zufolge 75 Mio. Euro einsparen. Das sei laut Generaldirektor Alexander Wrabetz notwendig, um 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Die notwendigen Maßnahmen werden alle Bereiche des Unternehmens, insbesondere den Sach- und Personalkostenbereich betreffen, wie aus einem Schreiben an den ORF-Stiftungsrat hervorgeht. Wrabetz bezeichnet das bevorstehende Sparprogramm als "eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des ORF."

Die jeweiligen Bereiche des Senderverbunds seien mit der Ausarbeitung der entsprechenden Maßnahmen beauftragt worden. Die Geschäftsführung werde die einzelnen Maßnahmen in den kommenden Monaten festlegen und dem Stiftungsrat im Rahmen des Finanzplans 2021 zur Beschlussfassung vorlegen, kündigte Wrabetz an.

Für das laufende Jahr legt der ORF zwei Prognosen vor. In einem optimistischeren Szenario geht man von einem operativen Verlust von 28,6 Mio. Euro aus, im schlechteren Fall von einem Verlust von rund 54 Mio. Euro. Durch die Einsparungsmaßnahmen soll "die Rückkehr in die schwarzen Zahlen bereits im Jahr 2021" wieder gelingen, so Wrabetz.