Kino

Deutscher Kamerapreis für Sarmiento G und Emmerich

Sieben Kameramänner und -frauen, zwei Editorinnen und ein Editor waren bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Kamerapreises siegreich.

29.05.2020 11:20 • von Frank Heine
- (Bild: WDR)

Aus rund 430 Bewerbungen musste die Jury um Präsidentin Simone Stewens die zehn Gewinner des Deutschen Kamerapreises küren. Für die "Beste Kamera / Spielfilm" wurde Juan Sarmiento G für seine Bildgestaltung in dem Film "Valley of Souls" ausgezeichnet. Im Bereich Fernsehfilm/Serie machte Florian Emmerich für seine Arbeit an dem Münchner Tatort: Unklare Lage" das Rennen. Unter den Dokumentarfilm-DoPs fiel die Wahl auf Benny Jaberg für das Künstler-Portrait "NOT ME - A Journey with Not Vital". Bei den Dokumentationen hinterließ die Kameraarbeit von Dunja Engelbrecht in "Arte Re: Holzkohle ade - Polens Köhler vor dem Aus" den nachhaltigsten Eindruck. Claire Jahn erhält den Preis für den Kurzfilm "Die Schützin", in dem sich - so die Jury- "das besondere filmische Gespür der Preisträgerin" offenbare. Für die beste filmgestalterische Leistung bei journalistischen Kurzformaten wurde Felix Korfmanns Mitwirken an der Reportage "Anni am Limit - Zwischen Körper und Geist (Folge 2)" geehrt.

Der bereits mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Berlinale-Beitrag Walchensee Forever" bescherte nun Anja Pohl den Preis für den besten Schnitt in einem Dokumentarfilm. Kollegin Janine Dauterich war bei den Dokumentationen mit ihrer Montage-Arbeit an "Beethovens Neunte: Symphonie für die Welt" erfolgreich. Die Nachwuchspreise gingen an Felix Pflieger für seine Kameraführung in "Die letzten Kinder im Paradies" und Editor Elias Jutzet für seine Leistung in "Cru". Stifter der Nachwuchspreise sind in diesem Jahr Panasonic Marketing Europe und SIGMA (Deutschland). Ein Ehrenpreis wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises kann sich die Öffentlichkeit von den prämierten Kreativen und ihren Arbeiten auf der Website des Deutschen Kamerapreises selbst ein Bild machen. "Damit tragen wir dem Umstand Rechnung, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie die Gala zur Preisverleihung absagen mussten", so Walter Demonte, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Kamerapreis Köln e. V.