Kino

Kinos in Hamburg dürfen öffnen - und das umgehend

Auch wenn keine Absprache hinsichtlich der Wiedereröffnungstermine erkennbar ist, nutzten etliche Bundesländer doch zumindest denselben Tag, um Bekanntmachungen unter anderem zur Genehmigung des Kinobetriebs zu machen - und knapper als in Hamburg kann man es nicht mehr gestalten.

26.05.2020 17:55 • von Marc Mensch
Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (Bild: Bina Engel)

Nicht nur in Rheinland-Pfalz können Kinos ab morgen wieder spielen, auch in Hamburg. Richtig gelesen, der dortige Senat hat heute eine neue und ab morgen geltende Corona-Verordnung beschlossen, in der es unter dem § 29 heißt:

§ 29 Kinos und Planetarien

(1) Filmtheater (Kinos) und Planetarien können für den Publikumsverkehr nach Maßgabe des Abstandsgebots nach § 1 Absätze 1 und 2 öffnen. Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen das Infektionsrisiko durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen reduzieren; sie sind insbesondere verpflichtet,

1. die Besucherinnen und Besucher der Einrichtung durch schriftliche oder bildliche Hinweise aufzufordern, einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten und im Fall des Auftretens von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung die Einrichtung nicht zu betreten,

2. den Zugang zu der Einrichtung durch geeignete technische oder organisatorische Maßnahmen so zu begrenzen und zu überwachen, dass die anwesenden Personen einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten können und hiervon abweichende Ansammlungen von Personen in der Einrichtung nicht entstehen und dabei insbesondere Trennvorrichtungen in den Bereichen, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nur schwer einzuhalten ist, wie der Einlasskontrolle und im Kassenbereich, vorzusehen,

3. die Oberflächen von Türen, Türgriffen oder anderen Gegenständen, die durch die Besucherinnen und Besucher oder das Personal häufig berührt werden, mehrmals täglich zu reinigen und

4. die Kontaktdaten aller Besucherinnen und Besucher unter Angabe des Datums zu dokumentieren, diese Aufzeichnungen vier Wochen aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen, damit etwaige Infektionsketten nachvollzogen werden können, und die Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist zu löschen; es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen.

(2) Die Betriebsinhaberin oder der Betriebsinhaber hat ein den Anforderungen des Absatzes 1 Satz 2 entsprechendes Schutzkonzept zu erstellen und dessen Einhaltung bei dem Betreib zu gewährleisten. Das Schutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.

(3) Für die in den Einrichtungen gelegenen Verkaufsstellen und Gaststätten gelten §§ 13 und 22 entsprechend.

Zur kompletten Rechtsverordnung

Zuvor hatten heute Bayern und Brandenburg neue Termine gesetzt, während in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg die in Aussicht gestellten Termine bestätigt wurden.

Hier geht es zu den Meldungen aus Bayern und Brandenburg, letztere thematisiert auch Schwierigkeiten mit den Hygienevorschriften.

Dementsprechend lautet der aktuellste Stand zu den Kino-Wiedereröffnungen:

9. Mai: Hessen

15. Mai: Sachsen

18. Mai: Saarland, Schleswig-Holstein

25. Mai: Mecklenburg-Vorpommern

27. Mai: Rheinland-Pfalz, Hamburg

28. Mai: Sachsen-Anhalt (heute bestätigt)

30. Mai: Nordrhein-Westfalen

1. Juni: Baden-Württemberg (heute bestätigt)

6. Juni: Brandenburg

15. Juni: Bayern

Demzufolge fehlen aktuell noch vier Bundesländer. Nachdem in Thüringen heute Medienberichten zufolge wider Erwarten kein Beschluss gefasst wurde, haben wir es vorerst aus der Liste entfernt. An sich hätten die von Bodo Ramelow angekündigten Lockerungen den 6. Juni als Termin definiert.