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Christine Strobl: Wir wollen alle vereinbarten Projekte drehen

Bei der ARD-Tochter Degeto, die mit 30 unterbrochenen Drehs von der Corona-Krise hart getroffen wurde, nimmt der Produktionsbetrieb langsam wieder Fahrt auf. Geschäftsführerin Christine Strobl macht im Gespräch mit Blickpunkt:Film deutlich, dass die entstehenden Mehrkosten als Produktionskosten anerkannt werden müssen, dass es deshalb zu Einsparungen am Programm kommt, dass aber alle Vereinbarungen eingehalten werden sollen. Außerdem geht es um die besondere Bedeutung des ARD-Sommerkinos in Zeiten wie diesen.

26.05.2020 10:41 • von Frank Heine
Degeto-Geschäftsführerin Christine Strobl (Bild: ARD/Degeto / Laurence Chaperon)

Es ist schwierig der Corona-Krise positive Seiten abzugewinnen. Aber den aktuellen Degeto-Programmen hat sie auch mehrere Rekordquoten beschert. Wie ordnen Sie diese Erfolge ein?

Christine Strobl: Wir machen Fernsehen, um die Menschen zu erreichen. Wenn dann sieben bis acht Millionen zuschauen, freut man sich natürlich. Auch weil man weiß, dass man mit der Fiktion vielen Leuten eine Möglichkeit bietet, dem tristeren Corona-Alltag zu entfliehen. Daran mitwirken zu können, macht mich glücklich.

Überrascht es Sie auch, dass die Krimistoffe stärker davon betroffen sind als Ihre Freitagsformate?

Christine Strobl: Ich hätte auch gedacht, dass man in der Corona-Zeit gerade auch mit Komödien und Familienfilmen ebenso eine höhere Akzeptanz als sonst erzielen kann. Das lässt sich aber nicht so eindeutig beobachten wie beim Krimi. Dort haben wir aktuell an vier Donnerstagen in Folge mehr als 20 Prozent Marktanteil erreicht. Das ist eine signifikante Steigerung, die dafür spricht, dass der Sendeplatz während Corona besonders profitieren konnte.

Nun brauchen Sie auch Nachschub, um diese Erfolgssträhne fortsetzen zu können. Beim MDR wurden bereits wieder die Dreharbeiten zu vier Produktionen aufgenommen. Wie ist die Lage bei der Degeto?

Christine Strobl: Die Dreharbeiten zu den täglichen Serien Rote Rosen" und Sturm der Liebe" konnten recht schnell wieder aufgenommen werden, weil sie überwiegend auf den Studiogeländen der jeweiligen Produktionsfirmen stattfinden und die Hygienekonzepte dort mit einer großen Kraftanstrengung schnell umgesetzt werden konnten. Die Fernsehfilme und Reihen, die den öffentlichen Raum für ihre Dreharbeiten brauchen, laufen langsamer wieder an. "Praxis mit Meerblick" ging am 19. Mai unter strengen Vorkehrungen und Auflagen wieder an den Start. Ich gehe davon aus, dass es jetzt Stück für Stück so weitergeht. Wir versuchen insbesondere die Dreharbeiten, die unterbrochen werden mussten, möglichst schnell fortzusetzen. Das betrifft u.a. den "Zürich-Krimi" mit Christian Kohlund und "Meine Mutter ist verknallt" mit Margarita Broich.

Hatte der MDR auch einen Standortvorteil, bedingt durch unterschiedliche Regulierungen in den Bundesländern? Gleicht sich das nun an durch den von der Produzentenallianz angekündigten Arbeitsschutzstandard?

Christine Strobl: Seit dem 20. Mai haben wir eine einheitliche Regelung, die so genannte BG ETEM-Regelung. Das ist ein Umsetzungsstandard, nach dem gedreht werden kann. Eine Richtlinie, die bundesweit gilt und in enger Abstimmung zwischen Produzentenallianz, den Berufsgenossenschaften und dem zuständigen Bundesministerium erarbeitet wurde. Die gilt es einzuhalten, und wir werden gar nicht umhin kommen, dies unseren Produktionen zugrunde zu legen. Für die Drehgenehmigungen im Außenbereich sind wiederum die Bundesländer und regionale Behörden zuständig. Da gab es regionale Unterschiede, Berlin war am schnellsten, aber die anderen ziehen jetzt nach. Die neuen einheitlichen Hygieneregeln sind ein großer Schritt nach vorne, um Dreharbeiten in ganz Deutschland zu ermöglichen. Allerdings bringen diese Regelungen große Einschränkungen fürs Drehen mit sich, die Geld und Zeit kosten werden.

Wie sollen diese Mehrkosten aufgefangen werden?

Christine Strobl: Mir war von Anfang an wichtig zu signalisieren, dass uns diese Krise gemeinsam trifft. Wir stehen als öffentlich-rechtlicher Sender zu unserer Verantwortung. Wir haben zudem ein großes Interesse daran, die großartige Kreativ- und Produktionslandschaft Deutschlands in ihrer Vielfältigkeit zu erhalten. Wir haben uns deshalb als ARD bereit erklärt, die durch Drehunterbrechungen entstandenen Mehrkosten zu 50 Prozent zu tragen. Und auch beim Thema Hygiene gibt es keine Alternative: diese neuen Regeln sind einzuhalten. Die dadurch entstehenden Kosten - dadurch, dass es mehr Drehtage geben wird, es gegebenenfalls zu Quarantäne kommt -, müssen als Produktionskosten anerkannt werden. Jedenfalls ist das meine klare Haltung. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass dieses aufzuwendende Geld zulasten der Programmetats gehen wird.

Wissen Sie, ob das andere Senderverantwortliche genauso sehen? Oder muss man befürchten, dass Sie mit Ihrer Haltung alleine dastehen?

Christine Strobl: Wir haben noch keine abschließende gemeinsame Haltung in der ARD dazu, aber nach allem, was ich weiß, ist davon auszugehen, dass das von allen so gesehen wird. Mir fehlt jede Phantasie, wie man das im System der Auftragsproduktion nicht anerkennen könnte, es ist ja eine Vorgabe der zuständigen Behörden.

Beim "Runden Tisch Fernsehen" ging es auch um einen Ausfallfonds für Produzenten. Wie ist da der Stand?

Christine Strobl: Das ist das zweite große Thema, das uns beschäftigt. Die Frage ist, wer das Risiko trägt, wenn ein Dreh wegen Corona unterbrochen oder gar abgebrochen werden muss. Wenn wir da keine Lösung finden, wird es viele Produzenten davon abhalten, im Herbst zu drehen. Die ARD trägt hier bereits erhebliche Kosten. Aber selbst wenn wir die Hygienekosten anerkennen und uns an den Mehrkosten, die durch Verschiebungen entstehen, beteiligen, sind kleinere und mittlere Produzenten nicht in der Lage, solch ein Risiko einzugehen. Versicherungsschutz gibt es dafür derzeit nicht. Das eint uns mit anderen Branchen. Aber die Film- und Fernsehlandschaft ist eben auch ein wichtiger Bereich. Deshalb haben die Teilnehmer des runden Tisches die Forderung der Produzentenallianz nach einem Ausfallfonds bestätigt, der wiederum schnell auf die Beine gestellt werden müsste und einer entsprechenden Absicherung durch den Bund und/oder der Länder bedarf.

Ist die Degeto jetzt nicht nur als Partner der Produzenten gefordert, sondern auch innerhalb der ARD noch stärker als Partner anderer Landesrundfunkanstalten? Wäre das überhaupt möglich?

Christine Strobl: Als Unternehmen, das einen großen Teil des fiktionalen Produktionsvolumens der ARD steuert und verantwortet, ist es in so einer Krise unsere natürliche Aufgabe, die Diskussionen mitzugestalten und Ansprechpartner für die Produzenten zu sein. Darin liegt auch die Chance, in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen der ARD nach möglichst einheitlichen Lösungen für die gesamte ARD zu suchen, auch wenn natürlich jede Landesrundfunkanstalt für sich autonom ist. Es gibt z.B. eine kleine Arbeitsgruppe der ARD, die sich mit den täglich zu klärenden Fragen beschäftigt und als Ansprechpartner z.B. der Produzentenallianz zur Verfügung steht Da bringen wir uns stark ein, schon weil bei uns insgesamt 30 Produktionen gestoppt sind.

30 Degeto-Produktionen mussten wegen Corona unterbrochen oder verschoben werden?

Christine Strobl: Das ist der aktuelle Wasserstand. Wir haben bislang noch keine Verschiebung ins nächste Jahr und wollen versuchen, alles noch in diesem Jahr zu realisieren. Aber auch da muss man realistisch sein. Nicht alles, was in den Herbst verschoben wird, kann im Herbst gedreht werden. Es wird zu Überschneidungen kommen und Teams und Kreative werden daher gegebenenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Genießt demnach die Fortsetzung unterbrochener Produktionen Priorität gegenüber regulär terminierten neuen Drehstarts?

Christine Strobl: Ich halte es für die erste Priorität, dass man zunächst versuchen sollte, angefangene Produktionen zu Ende zu bringen. Das gebietet die ökonomische Vernunft. Wir sind ja zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet.

In der Theorie leuchtet das vollkommen ein. Aber jetzt kommt die Praxis mit den veränderten Drehbedingungen ins Spiel, die wahrscheinlich für manche Produktionen leichter anwendbar sind als für andere. Inwiefern muss man jetzt bei den Produktionen nochmals Hand anlegen? Geht das bis zum Umschreiben der Bücher?

Christine Strobl: Wir sind mit allem konfrontiert, was man sich in dieser Richtung vorstellen kann. Aber wir haben sehr einfallsreiche Produzenten, deshalb mag ich diese Branche ja auch so sehr. An erster Stelle ist Kreativität gefragt, und ich bin begeistert von den Vorschlägen, die uns erreichen. Gleichzeitig ist von redaktioneller Seite natürlich besondere Flexibilität gefragt. Bevor wir die Bücher umschreiben müssen, gibt es immer noch die Chance, Abläufe anders zu organisieren und Fragestellungen mit technischen Möglichkeiten wie Effekten oder via Kameraeinstellungen zu lösen. Bei großen Komparserieszenen sind dann aber vielleicht tatsächlich Änderungen am Drehbuch notwendig. Klar ist aber, dass es eine künstlerische Verantwortung für einen Film gibt. Wenn zu viele Kompromisse dazu führen, dass ein Film in der gewohnten Qualität nicht möglich ist, muss man über eine grundsätzliche Drehverschiebung nachdenken.

Vor allem Ihre Freitagsfilme leben auch von Liebesgeschichten, die eine gewisse Intimität vor der Kamera verlangen. Wie lösen Sie diese Herausforderung?

Christine Strobl: Ich glaube nicht, dass das ein sendeplatz-spezifisches Problem ist. Auch in den Krimis gibt es Szenen, die eine gewisse Nähe voraussetzen. Das Thema menschliche Nähe darzustellen ist nicht ganz einfach. Durch die Hygienemaßnahmen haben wir trotzdem die Möglichkeit, solche Szenen zu drehen. Aber eben unter enormem Aufwand. Deshalb muss man in jedem einzelnen Fall abwägen, ob man die Abstandsregel einhalten kann und es kameratechnische Lösungen gibt, um die Nähe zwischen zwei Menschen herzustellen oder ob es unverzichtbar ist, und Schauspieler und Schauspielerinnen, die es betrifft, den Weg in die Quarantäne gehen müssen. Das ist a) ein persönlich hoher Aufwand und b) ein finanziell wesentlich höherer Aufwand, weil es mehr Drehtage und mehr Tests bedeutet.

Inwieweit wirkt sich die Produktionsdelle auf ihre Sendeplätze am Donnerstag und am Freitag aus? Wird es vermehrt zu Wiederholungen kommen?

Christine Strobl: Wir sind ohnehin angehalten, keine großen Programmvorräte aufzubauen. Bei den täglichen Serien "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" müssen wir jetzt für knapp einen Monat Wiederholungen zeigen, weil die Produktion durch Corona unterbrochen war. Auf den Sendeplätzen am Donnerstag und am Freitag muss man gut abwägen. Für den Sommer war ohnehin eine längere Wiederholungsstrecke eingeplant. Für den Rest des Jahres wollen wir schon neue Produktionen in dem Maße zeigen, wie wir es sonst auch tun. Stand heute, wird es vereinzelte Lücken geben. Und klar ist auch, wir müssen auf Sicht fahren. Aber zum jetzigen Zeitpunkt bin ich optimistisch, dass es gelingt, einen großen Teil der geplanten Produktionen auch zu drehen. Und dann hoffe ich, dass die Lücken im Programm nicht so groß werden, wie ich es zwischendurch schon einmal befürchtet hatte.

Öffnen die veränderten Drehbedingungen kurzfristig die Chance für ganz neue Projekte, die sich momentan einfacher umsetzen lassen?

Christine Strobl: Das möchte ich nicht vollkommen ausschließen. Aber mir ist Verlässlichkeit ungemein wichtig. Wir stehen zu unseren Vereinbarungen. Die verabredeten Projekte haben die Chance, die Drehbuchentwicklung auf den Punkt zu bringen und gegebenenfalls auch noch einmal anzupassen. Die Entscheidung, ein Projekt nicht zu drehen, weil es in der aktuellen Situation nicht verantwortbar ist oder zu teuer oder zu komplex, gilt es gemeinsam mit den Produzenten zu treffen. Das ist aber die letzte Option. Das große Ziel ist es, alle vereinbarten Projekte zu drehen.

Stand jetzt gibt es keine Corona-bedingte Produktionsabsage?

Christine Strobl: Genau.

Viele Degeto-Produktionen spielen im Ausland. Ist das nicht ein weiterer Faktor, der die aktuelle Situation noch komplizierter macht, weil Sie in jedem Land auf andere Gegebenheiten treffen?

Christine Strobl: Absolut. In bestimmten Ländern wie Kroatien oder Tschechien soll es sehr bald wieder möglich sein, zu drehen. Natürlich kann immer nur unter der Beachtung unserer eigenen Regeln und der Gegebenheiten vor Ort gedreht werden. In anderen Ländern wie etwa Italien wird es absehbar schwerer möglich sein zu drehen. Da müssen wir dann überlegen, Drehorte zu verlegen. Es wird immer um Einzelfallbetrachtung gehen, einheitliche Lösungen wird es nicht geben. Und je weiter weg die Drehorte sind, um so unwahrscheinlicher scheint es mir, dass dort absehbar wieder gedreht wird. Vielleicht kommt es uns ja nun auch zugute, dass wir nicht mehr so viel an exotischen Orten drehen, wie das früher bei der Degeto der Fall war und wir uns mit den Donnerstagskrimis auf Europa fokussiert haben. Beim "Kroatien-Krimi", beim "Zürich-Krimi" und unserem neuen Masuren-Krimi" bin ich zuversichtlich, dass die Filme in diesem Jahr gedreht werden können.

Werfen wir abschließend noch ein Blick auf das ARD-Sommerkino, das Sie ja auch verantworten. Kommt der Reihe durch die Corona-Krise, in der alle Kinos schließen mussten, eine besondere Bedeutung zu?

Christine Strobl: Auf jeden Fall. Ich glaube, es ist eine enorme Chance, durch eine Kinoreihe im Fernsehen auch Werbung für das Kino an sich zu machen und die Aufmerksamkeit der Zuschauer, die im Fernsehen ja gerade besonders hoch ist, auf das Kino zu lenken. Wir wollen zeigen, dass wir ein wichtiger Partner fürs Kino sind und es auch trotz schwieriger Rahmenbedingungen bleiben wollen. Das ist ein klares Bekenntnis zum Kino. Wir wollen in dieser schweren Zeit, das Erlebnis Kino nach Hause bringen. Und ich glaube, dass dadurch einige Menschen wieder ans Kino erinnert werden und dann auch wieder leichter den Weg ins Kino finden. Wenn es die Reihe nicht schon gäbe, hätten wir sie in der jetzigen Zeit erfinden müssen.

Es ist auch eine Werbung für den deutschen Film. Sie zeigen fünf deutschsprachige Produktionen.

Christine Strobl: Ich finde, diese Filme stehen auch für den populären deutschen Film. Von Ralf Westhoffs Wie gut ist deine Beziehung?" über Florian Gallenbergers Grüner wird's nicht" bis zum Leberkäsjunkie" aus der Eberhofer-Reihe, die sich bei uns bereits zum Klassiker mit Kult-Charakter entwickelt hat. Als besonderen Glücksfall empfinde ich, dass wir die Reihe mit der wunderbaren Tragikkomödie Und wer nimmt den Hund?" eröffnen können, die ja ursprünglich als Fernsehfilm geplant war. Und in diesem Jahr können wir insgesamt betrachtet ein außergewöhnlich starkes und vielfältiges Sommerkino-Programm anbieten. Die Verlegerin" mit Meryl Streep ist ja geradezu gemalt für die jetzige Zeit, in der wir mit besonderem Augenmerk auf die amerikanische Politik und die Bedeutung der Pressefreiheit blicken. Das ist für mich genauso ein cineastisches Highlight wie z.B. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri".

Sie bekennen sich zum Kino. Sie haben aber zuvor auch deutlich gemacht, dass es zu Programmeinschneidungen kommt. Wirkt sich die Corona-Krise auf das Engagement im KinoKo-Bereich aus?

Christine Strobl: Das ist im Moment schwer zu sagen. Wir sind in einer Phase, in der wir nicht wissen, wie die Debatte um den Rundfunkbeitrag ausgeht. Selbst wenn es zu der Erhöhung kommt, ist die ARD insgesamt zu Einsparungen gezwungen. Zumal die finanziellen Auswirkungen von Corona, z.B. durch Befreiungen für die Beitragsanmeldung, bei der KEF noch nicht berücksichtigt sein konnte. Die Einsparungen, die vor uns liegen, werden auch die Programmetats und damit Kino und Fernsehen treffen, da mache ich mir keine Illusionen. Aber ich kämpfe dafür, dass wir unser Bekenntnis zum Kino aufrechterhalten können.

Werden teurere Großprogramme wie Babylon Berlin" von den bevorstehenden Einsparungen besonders betroffen sein?

Christine Strobl: Das hielte ich strategisch für völlig falsch. Wenn wir mit den Streamern mithalten wollen, die international ohnehin mit ganz anderen Summen operieren, brauchen wir auch außergewöhnliche Produktionen mit großen Produktionsbudgets. Einsparungen wird es wenn an anderer Stelle geben müssen, z.B. durch die Reduzierung der Erstausstrahlungen und damit eine Erhöhung der Wiederholungen, aber nicht dadurch, dass wir keine großen Produktionen mehr auf den Weg bringen. Das wäre auch der verkehrte Ansatz mit Blick auf die Mediathek, die wir weiter nach vorne bringen möchten. Wir werden darüber nachdenken, wie wir stärker europäisch kooperieren können, wie wir Projekte entwickeln, die für internationale Finanzierungen interessant sind. "Babylon Berlin" war dafür ein extrem wichtiger Meilenstein, mit der internationalen Fußball-Serie Das Netz" knüpfen wir daran an. Diesen Weg müssen wir weiter gehen. Davon dürfen wir uns auf gar keinen Fall von Corona abbringen lassen.

Das Interview führte Frank Heine