Kino

Start-Up propagiert "kreativen Weg aus der Krise"

Das Würzburger Start-Up Cineamo sammelt seit Beginn der Corona-bedingten Zwangsschließung von Kinos Ideen für eine Überbrückung der Krisenzeit und eine erfolgreiche Wiederaufnahme des Spielbetriebs - und sieht die eigene Plattform ideal für eine Zeit positioniert, in dem Betreiber schon mangels Neustarts auf alternative Angebote angewiesen sind.

18.05.2020 17:04 • von Marc Mensch
Kreative Ideen sind gefragt, wenn es im Kino mit etwas mehr Abstand (und wenig hochkarätigen Neustarts) wieder ordentlich losgehen soll (Bild: Cineamo)

Wann auch immer der Großteil der deutschen Kinos wieder eröffnet sein wird: Es wird nach aktuellem Stand selbst für die "Nachzügler" ab Aufnahme des Spielbetriebs noch einige Zeit zu überbrücken gelten, während der von einem signifikanten Aufkommen an hochkarätigen Neustarts keine Rede wird sein können. Repertoire und alternative Angebote werden das Programm zumindest kurzfristig dominieren müssen. Eine Situation, in der das Würzburger Start-Up Cineamo seine gleichnamige Plattform ideal positioniert sieht, um beim Neustart der Kinos zu helfen. Denn mittels der Cineamo-Plattform, bestehend aus App und Kinosoftware, können Kinobesucher und Kinos innerhalb eines Systems die Ideen der Kinofans in das Kinoprogramm integrieren (wir berichteten). Individuelle Anfragen und Vorschläge können so leicht zu tatsächlichen Kino-Events werden. Was nicht nur vor dem Hintergrund des Mangels an Neustarts, sondern auch den bestehenden (bzw. absehbaren) Begrenzungen der Saalkapazitäten besonders interessant ist. Gleichzeitig könne laut Cineamo die Vorfreude der Gäste auf Kino-Wiedereröffnungen noch gesteigert werden, wenn diese das Programm aktiv mitgestalten könnten

Um Kinos die Durchführung von Kinoevents, die über die App Cineamo angefragt werden, zu ermöglichen, stünde nicht nur umfangreiches Material für Social Media bereit. Das Start-Up leiste auch einen speziellen Corona-Beitrag für Kinos durch ein kostengünstiges Angebot mit einer Laufzeit bis zum Jahresende. Die Monatsgebühr sei dabei mit einem normalen Handyvertrag vergleichbar.

Kreative Wege aus der Krise werden auf Initiative von Cineamo bereits seit Mitte März in einer Facebook-Gruppe namens "Cinema.Corona.Care" diskutiert. Am Dienstag, den 19.Mai (15:00 - 16:00) und Mittwoch, den 20. Mai (16:00 - 17:00) lädt das Cineamo-Team zum Live-Webinar für Kinobetreiber und Theaterleiter, um weitere Ideen zu diskutieren. Interessenten werden gebeten, sich über sf@cinemao.com an Cineamo-Gründer Stefan Farnschläder zu wenden.