Kino

Corona und die Branche: Tammo Buhren, Kinotechnikdienstleister

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Tammo Buhren, Geschäftsführer des Kinotechnikdienstleisters zweiB.

14.04.2020 08:03 • von Thomas Schultze
Tammo Buhren hofft, dass zumindest ein Teil der Open-Air-Saison gerettet werden kann (Bild: zweiB)

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Tammo Buhren, Geschäftsführer des Kinotechnikdienstleisters zweiB.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Unserer Umsätze stammen bei zweiB fast vollständig aus Dienstleistungen im Bereich Events. Somit ist dieses Geschäft vollständig zum Erliegen gekommen. Wir konnten noch ein paar Projekte im Bereich Wartung und Installation von Projektoren bei Post-Produktionen abwickeln. Jetzt aber schauen wir in die Zukunft und prüfen, inwieweit sich unsere Dienstleistungen im Bereich Präsentationen von Filmen mit Streaming oder ähnlichen Modellen abwickeln lassen. Natürlich ist aber sicher das ganz große Ding derzeit die technische Umsetzung von Autokinos. Da erwarten wir in den nächsten Tagen und Wochen recht viele Projekte, die umgesetzt werden können.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Was die Unertstützung vom Staat angeht (Sonderregelung Kurzarbeit, Kredite etc.), sind wir in Deutschland recht gut aufgestellt. Da können wir uns glücklich schätzen, in Deutschland zu sein. Ich denke, die größte Aufgabe besteht darin, sich selber und die Mitarbeiter zu motivieren, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und weiterhin motiviert in die Zukunft zu schauen. Wir wolllen ja bereit sein, wenn es wieder los geht.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

Mit einer realistischen Betrachtung sehe ich keine Events und Filmpremieren vor Anfang September. In dem Kontext hat Martin Molgedey sicher auch den richtigen Weg gewählt und die Filmmesse in Köln auf den September verlegt. Es gibt noch eine kleine Hoffnung, dass zumindest im Juli / August, unter gewissen Auflagen, die Kino-Open-Airs wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen können und wir damit unser Sommergeschäft noch ein wenig retten können.