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Kai Blasberg: "Von uns wird Unterhaltung verlangt"

Tele 5 blickt auf das erfolgreichste Jahr der Sendergeschichte zurück, und 2020 läuft es noch besser. Senderchef Kai Blasberg erläutert im Interview mit Blickpunkt:Film, wie sein Sender tickt, welche Rolle sein Podcast spielt und was die Zugehörigkeit zu Leonine bedeutet. Es geht um die Bedeutung von Eigenproduktionen, den "Bang Boom Bang"-Coup und um den TV-Markt im Allgemeinen - Seitenhiebe inbegriffen. Aber natürlich kommt auch die Corona-Krise zur Sprache.

03.04.2020 11:29 • von Frank Heine
Tele 5-Chef Kai Blasberg (Bild: Tele 5 / Gert Krautbauer)

Wie gehen Sie bei Tele 5 mit der Corona-Krise um?

Kai Blasberg: Wir haben seit dem 13. März komplett auf Homeoffice umgestellt. Es ist niemand mehr im Sender. Unsere Strategie lautet schon seit Jahren: Wir sind das Gehirn und die Gliedmaßen sind außen. Also alles, was mit Senden zu tun hat, alle technischen Bereiche. Alles was wir ausstrahlen, auch unsere Eigenproduktionen, sind langfristig vorproduziert. Deshalb treten in der Sendeversorgung keine Mängel auf. Das einzige was mir, wie jedem anderen meiner Kollegen, momentan Sorgen macht, ist der Werbemarkt, weil jetzt natürlich viele ihre Werbekampagnen stoppen und kein Geld mehr ausgeben, weil sie es für andere Zwecke brauchen. Gleichzeitig gibt es aber auch Unternehmen, die dazubuchen. Es gibt auch Gewinner der Krise wie die Online-Bestelldienste.

Wie wirkt sie sich die Corona-Krise auf das Sehverhalten Ihres Publikums aus? Verlieren sie Zuschauer, weil sich alle nur noch Corona-Sondersendungen ansehen oder spüren Sie eher einen Zulauf, weil der Zuschauer in Krisenzeiten Ablenkung braucht?

KB: Im gesamten Fernsehmarkt ist die durchschnittliche Reichweite im März im Vergleich zum vergangenen Jahr um acht Prozent gestiegen. Nachrichtenkanäle haben über 50-prozentige Zuwächse, ARD oder RTL zehnprozentige. Wir sind ebenfalls gewachsen und zwar überdurchschnittlich: über 20 Prozent bei Zuschauern gesamt. Unsere Aufgabe ist reiner Eskapismus, insbesondere dieser Tage. Wir behalten so viel Normalität wie möglich bei, springen nicht auf die Welle auf und hieven eben nicht möglichst viele Corona-Sondersendungen ins Programm. Das können die anderen besser. Von uns wird Unterhaltung verlangt, in dem Maße, wie wir es ohnehin geplant haben. Wir haben lediglich einige reißerische Katastrophenfilme aus dem Programm genommen.

Vor einigen Wochen haben Sie sich in Ihrem Podcast sehr kritisch zur Berichterstattung über Corona geäußert. Hat sich an Ihrer Einschätzung etwas geändert?

KB: Die mediale Berichterstattung hat sich inzwischen viel seriöser gestaltet. Meine Äußerungen stammen ja aus der Zeit, als die Krise noch nicht in Deutschland angekommen war, und bezogen sich darauf, wie das Thema medial hochgezogen wurde. Dieses permanente Abzielen auf Zahlen hat mich gestört. Zum Teil ist die Berichterstattung immer noch reißerisch und verurteilungswürdig. Jetzt überragen aber seriöse Berichterstattung und guter Journalismus. Jetzt ist die Zeit der Öffentlich-Rechtlichen. Die können das hervorragend, weil sie auch die erforderliche Manpower dafür und entsprechend ausgebildete Fachkräfte haben. Ich hoffe, dass sich jetzt die Spreu vom Weizen trennt.

Vermutlich sind Sie der einzige Senderchef mit eigenem Podcast. Dient der eher der Marke Kai Blasberg oder der Marke Tele 5?

KB: Es gibt ja Menschen, die sagen, da gebe es keinen Unterschied (lacht). Es ist beides. Natürlich verbreitet man darüber Inhalte weiter, zu denen man eine eigene Haltung hat. Gleichzeitig ist es eine moderne Form von Pressearbeit, eine neue Form von Verbreitung. Man geht dahin, wo die Menschen ohnehin sind. Wir sind als Marke Tele 5 nicht nur darauf beschränkt, einen Fernsehsender zu machen. Vielleicht bin ich auch der einzige Kabarettist mit Geschäftsführertitel, das kann sein.

Zumindest gelten Sie als bunter Hund unter den Senderchefs. Was ist eigentlich wichtiger: dass Sie mit Ihren Aktionen und Auftritten für öffentliche Aufmerksamkeit und Schlagzeilen sorgen oder dass der Senderschnitt um 0,2 oder 0,3 Prozentpunkte hoch geht?

KB: Die Stabilität unserer Einschaltquoten. Da wo wir Einschaltquoten generieren wollen. Die Gesamttagesbetrachtung greift für Tele 5 ja zu kurz, weil wir nur von 16 bis 6 Uhr Programm machen. Wir verdienen unser Geld in diesem Zeitraum, da sind wir Tele 5, wie wir Tele 5 verstehen. Ich glaube nicht, dass meine Aktivitäten, die über das hinausgehen, was Senderchefs sonst so machen, dem Sender schaden. Wenn aber das Einstellen dieser Aktivitäten dazu führen würde, dass der Marktanteil steigt, würde ich das auch tun. Aber ich glaube das ist Quatsch.

Da haben Sie sicher Recht.

KB: Ein Teil unserer Währung ist Aufmerksamkeit. Wir sind ja ein Solitär im Fernsehmarkt, wir gehören keiner großen Gruppe an. Wir sind jetzt zwar von einem Private Equity gekauft worden, aber das hilft uns bei unserem Geschäftsmodell nicht weiter. Deswegen müssen wir öfter ungewöhnliche Dinge tun und im Programmbereich Sachen zeigen, die sonst keiner zeigt. Unser Credo "Anders ist besser" ist geblieben, und um Dinge zu tun, mit denen man auffällt, bin ich bestimmt der richtige Mann. Ein eher autistisch begabter Mensch wäre für meine Position sicher nicht die richtige Besetzung.

Und wer meldet sich zu Wort, wenn er mit einer Entwicklung oder einer Aktion nicht zufrieden ist? Wer ist denn Ihr Chef, Fred Kogel?

KB: Nein, den gibt es nicht. Wer soll das denn sein? Es gibt eine Programmhoheit in Bayern, die BLM. Die überwachen uns und reglementieren uns permanent. Aber sonst kann ich mich an keine Aktion erinnern, bei der jemand gesagt hätte: "Sag mal, hast Du sie noch alle?" Dr. Kloiber hat das anfangs versucht. Er hat mir ausrichten lassen, ich solle nicht ständig auf den Öffentlich-Rechtlichen rumkloppen, weil er denen seine Programme verkauft hat. Aber damit hatte er wenig Erfolg. Ich halte es da mit der freien Meinungsäußerung. Unsere Fans, und davon gibt es ganz viele eingeschworene, die regelmäßig in Kontakt mit uns sind, goutieren das. Und überhaupt: Wenn Sie keine Gegner haben, haben Sie auch nichts geleistet.

Wird sich für Tele 5 etwas ändern, dadurch, dass Sie nun Teil von Leonine sind? Bieten sich in dieser Konstellation neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit?

KB: Wir arbeiten eigentlich jeden Tag zusammen und stehen permanent in Kontakt. Aber wenn man sich die Unternehmensstruktur der Leonine anschaut und mit der von Tele München vergleicht, hat sich für uns überhaupt nichts verändert. TMG war ein Handelshaus, ein Produktionshaus, eine Kino- und Home-Entertainment-Auswertungsgesellschaft - Leonine ist das auch, nur ein paar Nummern größer. Da, wo es Sinn macht, arbeiten wir zusammen, so wie unter Kloiber auch. Die Leonine ist jetzt unsere Einkaufsagentur und kauft die Filme für uns am Markt ein. Und wir sind Profitbringer, sogar ein großer. Dadurch, dass wir mit 1200 Ausstrahlungen pro Jahr der größte Spielfilmsender Deutschlands sind, ist das für ein Handelshaus eine attraktive Position.

Woher beziehen Sie Ihre Filme?

KB: Wir haben 62 Lieferanten von ganz großen wie MGM bis zu ganz kleinen, die uns zwei oder drei Filme im Jahr verkaufen. Im letzen Jahr haben wir 17 Prozent unserer Filme von der TMG bezogen und 83 aus dem frei zugänglichen Markt.

Die Zeiten des Abspielsenders von Herrn Kloibers Filmstock sind längst vorbei.

KB: Das war damals der Grund für die Wiedergründung von Tele 5. Als Kloiber Europas größter unabhängiger Händler war, lag der Gedanke an den eigenen Spielfilmkanal nahe. Die Idee war, alles aus der Versorgung von Kloiber zu beziehen, ehe man darauf kam, dass er seine Filme doch lieber an Abnehmer verkauft, die mehr zahlen können. Da wir aber ein Spielfilmsender sein wollten, mussten wir andere Lieferketten aufbauen. Das haben wir geschafft, und dabei ein ganz neues Preisgefüge im deutschen Fernsehen eingeführt, indem wir in die Videotheken gegangen sind und geschaut haben, was dort so rumlag. Da stießen wir auf sehr viel Ware, die nie im TV gezeigt wurde, weil es solche Anbieter wie Tele 5 nicht gab. Unser Bedarf konnte damals gar nicht aus den bestehenden Märkten befriedigt werden. Und so kamen Filme wie "Sharknado" von The Asylum, aber auch ganz viele Arthouse-Produktionen aus der ganzen Welt ins Fernsehen und in die Öffentlichkeit. Da sind wir Vorreiter. Wir machen was ganz eigenes, und das machen wir so erfolgreich wie nie zuvor.

Heißt konkret?

KB: Wir haben im letzten Jahr soviel Gewinn gemacht wie noch nie, und wir hatten auch noch nie so viele Zuschauer.

Und bei den Zuschauerzahlen waren Sie 2020 schon vor der Corona-Krise noch besser als im Vorjahr.

KB: Die Marktbetrachtung, die Journalisten vornehmen, ist die eine Sache. Als Unternehmer steckt man sich selbst Ziele, die man erreichen will. Meine sind der Umsatz und die Kosten, und bei uns ist der Ertrag im 13. Jahr in Folge gestiegen. Auf dieser Ebene verweisen wir neue Rekorde. Meine Währung ist nicht der Marktanteil - das habe ich schon oft gesagt. Der interessiert mich überhaupt nicht. Mich interessiert nur, wie viele Zuschauer der Zielgruppe, die ich festlege, wir in der Werbeinsel erreichen. Das ist meine Handelsware. Da waren wir im letzten Jahr auch so hoch wie nie zuvor. Gleiches gilt für die Nettoreichweite - also wie viele unterschiedliche Menschen wir in Deutschland innerhalb eines Jahres erreicht haben. Das ist deswegen so interessant, weil der Druck auf uns in Sachen Konkurrenz noch nie größer war. Durch Prime, Nitro, ZDFneo und One - diese ganzen Ableger, die unser Geschäftsmodell kopieren. In dieser Situation liefern wir auf allen Ebenen unsere Bestwerte. Das finde ich schon beachtlich.

Sind in diesem umkämpften Marktumfeld Ihre Eigenproduktionen besonders wichtig?

KB: Ja. Nicht per se als Eigenproduktionen, sondern als gesichtsgebende Eigenproduktionen. Zum Beispiel Oliver Kalkofe, zusammen mit Peter Rütten bei "Die schlechtesten Filme aller Zeiten", aber auch mit "Kalkofes Mattscheibe". Letztes Jahr haben wir da mit Olli 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Wir sind glücklich, dass er so gut performt wie nie zuvor. Wir haben das "Festival der Liebe" gegründet, gerade weil wir Gesichter fest an uns binden wollen. Damit haben wir eine sehr obskure neue Form von Promotion gefunden. Eigentlich ist das ein Kunstprojekt.

Das ist sogar Theater.

KB: Richtig. Wir hatten auch ein Theaterstück im Programm. Und ich habe auch einen Podcast gleichen Namens. "Das Festival der Liebe" gibt uns größeren Raum, um zu kommunizieren und wir haben regelmäßig Leute zu Gast, die sich damit identifizieren. Darüber bin ich froh, weil uns das ein immer wiederkehrendes Narrativ gibt. Das haben wir mit der Münchner Produktionsfirma Enrico Pallazzo entwickelt, der Firma von Tobias Klose, mit der wir auch schon "Walulis sieht fern" produziert haben.

Mit welchen anderen Produktionsfirmen arbeitet Tele 5 zusammen?

KB: Wir haben ein enges Verhältnis zu Fairmedia in Berlin von Jörg Strombach. Der macht für uns "Die schlechtesten Filme aller Zeiten". Auch eine witzige Geschichte, denn ursprünglich war er der Pressesprecher von Oliver Kalkofe. Mit den großen Häusern können wir aus Kostengründen nicht zusammenarbeiten, die sind immer um 20 Prozent teurer wegen des Overheads, der mit bezahlt werden muss.

Gehört "FSK-Sex", was aktuell wieder läuft, auch zu den Eigenproduktionen?

KB: Ja. Bis auf "Kalkofes Mattscheibe" haben wir alle Programme selber kreiert. Das ist eine Stärke von uns. Aus der Sex-Ecke haben wir noch das Format "BumsBuster". "Skandal - Filme die Geschichte schrieben" mit Oskar Roehler und die "D-Movies" sind weitere Programmmarken.

Ihre Sendung für deutsche Filme. Ein besonderes D-Movie ist Bang Boom Bang". Sie zeigen den Film ein Jahr lang jede Woche immer freitags. Was hat Sie da geritten?

KB: Natürlich ist das ein Gag. Ich kenne Peter Thorwarth, seit ich damals bei ProSieben war und wir "Was nicht passt wird passend gemacht" gezeigt und später die Serie dazu gemacht haben. Letzten Sommer saß ich mit Peter beim Filmfest München auf einem Podium. Da hat er mir erzählt, dass sie das 20-jährige Jubiläum von "Bang Boom Bang" in Bochum feiern. Das haben wir mit Tele 5 dann gesponsert. Da habe ich erfahren, dass sie dort im UCI Kino den Film seit 20 Jahren zeigen. So kam ich auf die Idee. Die Rechte lagen bei Telepool. Die haben uns dann ihren Preis genannt und waren, glaube ich, froh, dass sie soviel erzielen konnten, haben aber nicht damit gerechnet, dass wir den Film jede Woche zeigen würden. Ich habe auch eine Wette abgeschlossen, dass während der Mitte dieses einjährigen Zeitraums die höchsten Quoten erzielt werden und so ist es auch gekommen. Jetzt werden wir das noch bis Sommer auswerten. Dann wird es wahrscheinlich der in Deutschland meist gesehene Film aller Zeiten sein.

Und das Interesse daran flaut nicht ab?

KB: Überhaupt nicht. Uns schreiben regelmäßig Leute, ob wir überhaupt wüssten, dass wir jede Woche den gleichen Film zeigen. Da müssen wir uns dann erklären. Aber das ist ja auch Aufmerksamkeit, die man generiert. Ich bin ein Freund schräger Ideen, denn ein Fernsehsender ist ja das tollste, was man haben kann. Selbst als kleiner Kriecher erreicht man auf einen Schlag 100.000 Menschen. Wenn man das so lange macht wie ich, ich bin jetzt im 15. Jahr, entwickelt sich irgendwann eine Handschrift. Vergleichen Sie doch mal, wie Sat1 in dem gleichen Zeitraum in sich zusammengebrochen ist. Die hatten große TV-Marken mit ganz anderen Voraussetzungen und finanziellen Möglichkeiten. Und jetzt sind sie abgestürzt, weil es Ihnen nicht gelungen ist, eine Handschrift stringent durchzuziehen.

Was wissen Sie über den typischen Tele-5-Zuschauer? Gibt es den?

KB: Da beobachten wir gerade einen Wandel, ein Phänomen das wir nicht genau erklären können. In der Access-Primetime, in der immer irgendein Raumschiff rumfliegt, haben wir einen 30-prozentigen Zuwachs bei den Unter-50-Jährigen. Wir können uns das nur dadurch erklären, dass junge Leute zum Fernsehen zurückkehren, die diese Programmmarke nicht kennen. Ansonsten ist auf jeden Fall der "Angry White Man" ein klassischer Tele-5-Zuschauer. Leute, die noch viel Zeit mit Fernsehen verbringen und Mailadressen mit web.de oder sogar noch aol.com haben (lacht). Bei "Skandal" haben wir überdurchschnittlich viele Zuseher zwischen 30 und 40 Jahren. Und bei "SchleFaZ" gibt es einen Sonderboom an Akademikern. Die mögen Trash-TV in besonderem Maße, weil das für die eine Art Entladung ist, da sie in ihrem Arbeitsleben nicht genug Unfug machen können. Dazu gibt es sogar Studien.

Noch mal zu den Eigenproduktionen: Wäre ein eigenes Serienformat, vielleicht auch in Form einer Webserie, nichts für Tele 5?

KB: Das bekommen wir finanziell nicht gestemmt. Wir lassen die Finger davon, weil man mit denen in Konkurrenz steht, die dafür ganz andere Mittel zur Verfügung haben. Wir haben unseren Platz gefunden und sind sehr froh damit.

Und über eine Partnerschaft mit jemand anderem?

KB: Unsere ganz große Stärke ist die Autarkie, egal was wir machen. Ich kann keine Kooperationen, ich kann es nur alleine (lacht).

Der Serienboom fand bei Tele 5 trotzdem Niederschlag - mit der deutschen Free-TV-Premiere von The Handmaid's Tail". Hat sich das gelohnt?

KB: Klar! Auch hier war es mehr oder weniger Zufall. Das war die Lieblingsserie meiner Frau, nur dadurch kannte ich es. Und als es uns angeboten wurde, habe ich sofort gesagt: Nehmen wir. Ohne die Serie selber gesehen zu haben. Heute weiß ich, dass es eine der besten jemals gedrehten Serien ist. Und dass sie bei uns gelandet ist, zeigt nur, wie feige der Free-TV-Markt ist. Dass da kein anderer zugegriffen hat, verstehe ich bis heute nicht. Solche Sachen werden uns hin und wieder passieren. Aber in der Regel läuft es anders. Nehmen wir das Beispiel Better Call Saul", was das ZDF jetzt im April zeigen wird. Die kaufen uns das für ein Vielfaches an Geld vor der Nase weg und senden es dann um 0.45 Uhr. Das ist eine inakzeptable Wettbewerbssituation. Dafür gibt es aber keine Ordnungspolitik mehr, die ist in Deutschland aufgegeben worden. Als Rudimente sind nur noch die Landesmedienanstalten geblieben. Fairness im Markt ist aber aufgegeben worden. Doch was soll ich lamentieren? Wir sind das Kämpfen gewohnt und so erfolgreich wie nie zuvor.

Das Interview führte Frank Heine