Produktion

Produzentenallianz mahnt zum Blick in die Zukunft

Verbunden mit dem Dank für das gemeinsame Hilfsprogramm der Förderinstitutionen ist seitens der Produzentenallianz der dringende Appell, die Zeit nach der Krise nicht aus den Augen zu verlieren - und schon jetzt mit der Abhaltung geplanter Fördersitzungen vorzubauen.

30.03.2020 08:26 • von Marc Mensch
Meike Kordes (Bild: Urban Ruths)

Angesichts des am vergangenen Freitag bekannt gemachten gemeinsamen Hilfsprogramms der Bundes- und Länderförderer hat die Produzentenallianz die "Entschlossenheit von Bund und Ländern, die Produktionswirtschaft angesichts existenzieller Herausforderungen durch die Corona-Krise zu unterstützen", begrüßt.

Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Sektion Kino, Meike Kordes: "Es ist ein wichtiges und erfreuliches Signal, dass Bund- und Länderförderer an einem Strang ziehen und die Film- und Medienbranche in diesen extrem schwierigen Zeiten unterstützen. Angesichts zahlreicher Unterbrechungen und Verschiebungen von Produktionen und einer großen Ungewissheit darüber, wie lange die aktuelle Situation noch anhält, ist die Branche für diese Hilfe dankbar."

Gleichzeitig gibt sie aber zu bedenken, dass schon jetzt auch für die Zukunft geplant werden müsse: "Es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben, in der es von besonderer Bedeutung ist, dass die Branche den Motor schnell wieder hochfahren kann. Daher möchten wir dringend dazu raten Fördersitzungen, sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene, wie gewohnt stattfinden zu lassen. Dies kann durchaus virtuell geschehen. Angesicht langwieriger Produktionsprozesse für Kinofilme wäre eine Aussetzung von Fördersitzungen jetzt kontraproduktiv und würde das Wiederanlaufen der Branche nach der Krise erschweren."

Schon nach der Ankündigung der FFA, die Sitzung der Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung um rund einen Monat zu verschieben, hatte es besorgte Stimmen gegeben, die vor dem Verlust von Planungssicherheit warnten - und das beileibe nicht nur aus Reihen der Produzenten. Tatsächlich hatten sich jüngst VDD, BVR und AG DOK explizit zu diesem Thema mit einem Schreiben an Politik und Förderer gewandt.