Kino

Stuntleute fordern bundesweiten Drehstopp

Die German Stunt Association hat an die Behörden der Länder, Städte und Landkreise appelliert, alle Genehmigungen für Dreharbeiten auszusetzen.

26.03.2020 15:29 • von Jochen Müller
Zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus fordert die German Stunt Association einen bundesweiten Drehstopp (Bild: imago images / ZUMA Press)

Die Sektion Werbung in der Produzentenallianz, der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die Organisation Werbungsreibender im Markenverband (OWM) hatten vor Wochenfrist im Sinne der Eindämmung des Corona-Virus an die Werbewirtschaft appelliert, sämtliche Dreharbeiten zu verschieben (wir berichteten). Die German Stunt Association geht jetzt noch einen Schritt weiter und hat an die Behörden der Länder, Städte und Landkreise appelliert, darüber hinaus auch die Dreharbeiten im fiktionalen Bereich generell zu stoppen.

Das Weiterlaufen von Dreharbeiten stehe im Widerspruch zu allen international, europäisch, national oder regional beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung und Verbreitung des Corona-Virus, heißt es in der GSA-Erklärung.

Speziell im Stunt sei es unmöglich, den vorgegebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten; viele Stunts wie beispielsweise Kämpfe seien ohne permanenten Körperkontakt dagegen gar nicht denkbar.

"Der Vorstand der GSA appelliert, den Schutz Filmschaffender durch einen bundesweit einheitlichen und rechtsverbindlichen Stopp von Dreharbeiten zu gewährleisten", heißt es in dem Schreiben abschließend.