Produktion

FDP formuliert Forderungen zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die FDP-Bundestagsfraktion hat zwei Anträge in den Bundestag eingebracht, die weitreichende Maßnahmen zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Zeiten der Coronavirus-Krise vorsehen.

26.03.2020 11:02 • von Marc Mensch
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP (Bild: FDP)

Auch die Bundestagsfraktion der FDP unter ihrem Vorsitzenden Christian Lindner macht sich in diesen Tagen Gedanken um die Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft - und hat dazu zwei Anträge in den Bundestag eingebracht, die (nicht zuletzt basierend auf der ausführlichen Stellungnahme der SPIO) die aktuelle, dramatische Situation skizzieren und umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung der Film-, Kultur- und Kreativwirtschaft fordern. Wer übrigens über die explizite Trennung zwischen "Film" und "Kultur" stolpern sollte: Diese Trennung ist nicht etwa einer Geringschätzung des kulturellen Wertes des Films geschuldet, sondern darauf zurückzuführen, dass sich einer der beiden Anträge explizit mit der Filmwirtschaft befasst, während der andere allgemeiner zur Kultur- und Kreativwirtschaft formuliert ist.

Zum Antrag "Corona-Notfallplan für die Filmwirtschaft"

Zum Antrag "Kultur- und Kreativwirtschaft in der Corona-Krise überlebensfähig machen"

Als medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion erläutert dazu der Bayreuther Abgeordnete Thomas Hacker: "Die aktuelle Situation rund um die Ausbreitung des Corona-Virus hat auch abseits des Gesundheitsaspektes historische Ausmaße angenommen. Ein Shutdown ist richtig und konsequent, belastet aber die Wirtschaft und ihre Akteure bis an die Schmerzgrenze und vielfach auch darüber hinaus. Auch unser deutscher Kultur- und Medienstandort mit seiner Vielfalt, Geschichte und Kreativität merkt die Einschnitte besonders stark. Diese Vielfalt muss jedoch um jeden Preis erhalten bleiben. Hierfür braucht es maßgeschneiderte Lösungen, die über die von der Bundesregierung bisher avisierten Aspekte hinausgehen. Gerade der Kreativsektor besteht trotz seiner Kraft und Relevanz aus Menschen, die nicht in Unternehmensstrukturen arbeiten und selten klassischen Jobbeschreibungen entsprechen. Unsere Anträge zur Filmbranche sowie zur Kultur- und Kreativwirtschaft bieten notwendige Entlastungen und Sicherheit. Wir sorgen mit den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen für unbürokratische, schnelle und einfache Hilfe für die Kreativen in unserem Land. Die Bundesregierung darf bei ihren richtigen Maßnahmen für die Wirtschaft die Kreativen in unserem Land nicht außer Acht lassen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die vielen Kreativen und kulturellen Einrichtungen auch in Zukunft zu erhalten!"