Kino

VdA-Appell: "Künstleragenten bei geplanten Hilfsmaßnahmen nicht aus den Augen verlieren!"

Der Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater (VdA) hat sich in einem Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters gewandt und um die Unterstützung von Künstleragenturen gebeten.

25.03.2020 16:23 • von Jochen Müller
Ulla Skoglund, Vorstandsvorsitzende des VdA (Bild: VdA)

"Wir bitten Sie auf diesem Wege dringend darum, auch den Berufsstand der Künstleragenten bei den geplanten Hilfsmaßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren!", heißt es in dem Schreiben des Verbandes der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater (VdA) an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, in dem der Verband eindringlich um die Unterstützung von Künstleragenturen bittet.

Die Agenten seien von den Einnahmen der von ihnen vertretenen Künstler*innen abhängig, die in Zeiten von Produktionsabsagen infolge der Corona-Krise wegfallen. "Wenn Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen keine Einnahmen haben, verdienen auch die Agenten nichts", heißt es in dem Schreiben wörtlich. Viele Agenturen, bei denen es sich um kleine Unternehmen oder Solo-Selbständige handelt, fürchten daher um ihre Existenz, da derzeit nicht abzusehen sei, wie lange die finanziellen Ausfälle bei ihren Klienten andauern werden.

Man befürworte jede Form der Soforthilfe für Künstler*innen sehr, weise aber darauf hin, "dass die Agenten an finanziellen Hilfen für ihre Klient*innen zumeist nicht partizipieren werden".

"Wir bitten Sie daher dringend auch für die Künstleragenten kurzfristig und unbürokratisch Entschädigungszahlungen und/oder Überbrückungsgelder zur Verfügung zu stellen, um den Agent*innen über die nächste Zeit zu helfen und so zu gewährleisten, dass sie die Interessen der Künstler*innen auch in Zukunft weiter vertreten können", heißt es daher in dem VdA-Schreiben an Monika Grütters, das sie hier im Wortlaut finden.