Produktion

Verbände fordern Beibehaltung der Termine von Förderentscheidungen

Vor Wochenfrist hat die FFA ihre für 21./22. April geplante Vergabesitzung der Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung zunächst um einen Monat verschoben. In einem Schreiben appellieren der BVR, die AG DOK und der VDD an die FFA sowie die Filmförderinstitutionen von Bund und Ländern, von derartigen Verschiebungen in Zeiten der Corona-Krise abzusehen, um Planungssicherheit zu gewährleisten.

25.03.2020 15:41 • von Jochen Müller
Der neue BVR-Vorstand hat sich zusammen mit seinen KollegInnen von der AG DOK und dem VDD an die FFA und die Bund- und Länderförderer gewandt (Bild: BVR)

Der BVR, die AG DOK und der VDD haben jetzt in einem gemeinsamen Schreiben an die FFA sowie die Förderinstitutionen von Bund und Ländern appelliert, Förderentscheide in Zeiten der Corona-Krise nicht zu verschieben. Wie berichtet, hatte die FFA vor Wochenfrist bekannt gegeben, dass die für 21./22. April geplante Vergabesitzung der Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung zunächst um einen Monat verschoben.

Wie die drei Verbände eingangs ihres Schreibens ausdrücklich betonen, gelte den Initiativen, die in der FFA, im BKM und bei den Länderförderungen auf den Weg gebracht wurden, um der mit Wucht von der Corona-Krise auf allen Ebenen getroffenen Filmbranche zu helfen, große Anerkennung.

Finanzielle Sorgen und existenzielle Ängste einer Großzahl der Kreativen seien die "unweigerliche Folge" von aktuell notwendigen Drehabsagen und -verschiebungen; das würden zahlreiche E-Mails, die die Berufsverbände von ihren Mitgliedern erreichen, zeigen.

Ein wichtiger Baustein für wirksame Unterstützungen der Kreativen sei hier eine Kontinuität bei den Förderentscheidungen. Dies gibt den Mitgliedern der unterzeichnenden Verbände, aber auch den antragsteilenden Produzenten die benötigte Planungssicherheit, die anderenfalls wegfallen würde.

"Förderentscheidungen setzen wichtige Zeichen für eine hoffentlich zeitnahe Zukunft, in der das Filmemachen wieder normal weitergeht, und sie geben wirtschaftliche Perspektiven", heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Würden die Förderentscheidungen verschoben würde das hingegen unweigerlich dazu führen, dass die eingereichten Projekte zum Stillstand kommen.