Kino

CineEurope verschoben

Die diesjährige CineEurope wird nicht wie geplant im Juni stattfinden - und der Ausweichtermin hätte aus Sicht der deutschen Branche nicht schlechter gewählt werden können.

24.03.2020 10:37 • von Marc Mensch
Sollte die CineEurope 2020 stattfinden, würde sie mit einem der wichtigsten deutschen Branchentreffen kollidieren (Bild: BF)

Eigentlich sollte die Entscheidung erst am 4. Mai fallen, aber vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Krise haben die Organisatoren der CineEurope bereits jetzt beschlossen, den geplanten Termin vom 22. bis 25. Juni abzusagen. "Nachdem ihre Gesundheit und Sicherheit allerhöchste Priorität für uns besitzt, konnten wir uns angesichts der derzeitigen weltweiten Nachrichtenlage nicht sicher sein, ob wir zu diesem Zeitpunkt eine sichere Veranstaltung würden durchführen können", heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Erstaunen darf indes der gewählte Ersatztermin - immerhin handelt es sich bei der CineEurope um den offiziellen Kongress des europäischen Kino-Dachverbands UNIC, dem einer der größten und wichtigsten deutschen Branchentreffs eigentlich nicht entgangen sein sollte: die Filmmesse in Köln. Denn während diese vom 4. bis 6. August terminiert ist, soll die CineEurope nun vom 3. bis 6. August stattfinden, also direkt parallel. Gleichzeitig würde sich die CineEurope auch mit zwei Tagen des bundesweiten Kinofestes überschneiden. Eine finale Entscheidung soll indes erst am 19. Juni getroffen werden.

Weiter heißt es seitens der Organisatoren: "Wir werden die CineEurope 2020 natürlich ausschließlich dann durchführen, wenn wir wissen, dass keine Gefahr besteht und dass die Veranstaltung erfolgreich sein wird. Wenn sich der Ausbruch fortsetzen sollte oder es Teilnehmern durch Reisebeschränkungen unmöglich gemacht werden sollte, anzureisen, werden wir natürlich nicht fortfahren." Grundsätzlich halte man die Veranstaltung aber für wichtig - und das "nicht nur im Sinne der Moral", sondern auch als klares Zeichen dafür, "dass wir wieder im Geschäft sind".

Der Kinoverband UNIC wollte sich auf Nachfrage nicht zu der unglücklichen Terminkollision äußern.