Kino

Medienboard setzt sofortiges Zeichen für Kinos in der Krise

Auch das Medienboard nutzt die Kinoprogrammpreise, um Filmtheatern schnell und unbürokratisch Hilfe zukommen zu lassen. Sofortige Unterstützung erhalten sämtliche Häuser, die sich für dieses Jahr beworben hatten.

23.03.2020 18:27 • von Marc Mensch
MBB-Geschäftsführerin Kirsten Niehuss (Bild: Medienboard Berlin-Brandenburg)

Nach der Film- und Medienstiftung NRW, die heute als erste mit der Nachricht aufwarten konnte, über die Kinoprogrammpreise schnelle und unbürokratische Ersthilfe für die von der Coronavirus-Krise gebeutelten Kinos zu leisten, hat nun das Medienboard Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund der "riesigen Herausforderung" ein sofort wirksames Nothilfeprogramm verkündet.

So würde die Gesamtsumme für die diesjährigen Kinoprogrammpreise (mit denen natürlich das Vorjahresprogramm prämiert wird) nicht nur mehr als verdoppelt - auf rund 1,1 Mio. Euro - und damit die jeweiligen Prämien entsprechend deutlich erhöht. Sondern jedes einzelne Kino, das sich für die MBB-Kinoprogrammpreise 2020 beworben hat, erhält eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro.

Für Kinos, die tatsächlich einen Kinoprogrammpreis erhalten, wird die Soforthilfe zu 50 Prozent auf den Preis angerechnet. Profitieren werden von dieser Maßnahme 61 Kinos, 39 aus Berlin und 22 aus Brandenburg, die sich beworben hatten. Wie das Medienboard ankündigte, würden die jeweiligen Betreiber*innen umgehend kontaktiert. Das Geld könne sofort danach abgerufen werden.

Dazu Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus: "Liebe Kinobetreiber*innen aus der Hauptstadtregion, um schnell und unbürokratisch zu helfen, haben wir ein Nothilfeprogramm aufgesetzt. Wir sind uns der großen Herausforderungen und Nöte bewusst und tun, was wir können, um Euch zu unterstützen, denn das Gemeinschaftserlebnis Kino muss in all seiner Vielfalt erhalten bleiben!"