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Appell: Werbedrehs verschieben

Die Sektion Werbung in der Produzentenallianz, der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die Organisation Werbungsreibender im Markenverband (OWM) haben vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an die Werbewirtschaft appelliert, alle derzeitigen Dreharbeiten und vergleichbaren Produktionsmaßnahmen zu verschieben.

20.03.2020 08:24 • von Jochen Müller
Martin Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sektion Werbung der Produzentenallianz (Bild: Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen)

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Sektion Werbung in der Produzentenallianz, der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die Organisation Werbungsreibender im Markenverband (OWM) alle Marktteilnehmer im Bereich der Werbewirtschaft dazu aufgefordert, in Zeiten der Corona-Pandemie verantwortungsvoll, solidarisch und besonnen zu handeln. Vor dem Hintergrund der getroffenen Eindämmungsmaßnahmen appellieren die Verbände, alle derzeitigen Dreharbeiten und vergleichbare Produktionsaktivitäten einzustellen. Getroffene Quarantäneregelungen, Einreisebeschränkungen und die Einschränkungen im nationalen und internationalen Luft- und Reiseverkehr machten es darüber hinaus "unmöglich, berechenbar Filme oder andere arbeitsteilig produzierte Formen kommerzieller Kommunikation herzustellen", heißt es in der Erklärung.

Den Unterzeichnern der Erklärung sei bewusst, dass dies mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen verbunden sei. Daher müsse ein fairer Lastenausgleich für laufende Projekte gefunden werden, um sicherzustellen, dass auch nach Beendigung der Krise "ein

funktionierender und wettbewerbsfähiger Dienstleistermarkt für die deutsche

Wirtschaft besteht".

Ausdrücklich begrüßen die Unterzeichner der Erklärung hier den "3-Stufen-Plan" von Bundesregierung und Ländern zur Stabilisierung der Wirtschaft. Allerdings benötige man auch substantielle, praktikable und unbürokratische Hilfe, um die ökonomischen Folgen der Krise auffangen zu können.

"Aufgabe der Politik ist jetzt, sehr schnell in enger Zusammenarbeit mit den Branchenorganisationen diese Unterstützung zur Abfederung der Folgen der Krise zu leisten und - weil dies derzeit nicht ausgeschlossen werden kann - weitere Maßnahmen insbesondere zurLiquiditätssicherung der Unternehmen bereit zu halten", heißt es am Schluss in der Erklärung, die hier im Wortlaut nachzulesen ist.