Kino

VoD mit Mehrwert für die Kinos

Der VoD-Dienst "Kino on Demand" steht den Kinos mit einer besonderen Offerte zur Seite: Zunächst bis Ende des Monats werden die ersten fünf Euro, die Neukunden für Filme ausgeben, direkt an Kinos weitergereicht.

17.03.2020 14:36 • von Marc Mensch
Kino on Demand will lokale Kinos auch in der Corona-Krise untersützen (Bild: Screenshot)

Während Kinos im Zuge der Coronavirus-Krise nun bundesweit geschlossen werden, reagiert die Kölner Rushlake Media mit einem besonderen Angebot. Schon bislang war der VoD-Dienst "Kino on Demand" eng mit den Kinos verknüpft. Denn von jedem Abruf floss einem vom Nutzer aus dem Kreis der Teilnehmer wählbaren Kino (respektive jenem Haus, von dessen Website aus man den Dienst aufrief) ein Teil der Leihgebühr zu. Zudem animierte Kino on Demand seit Frühjahr vergangenen Jahres Nutzer auch zum Besuch vor Ort - mit der Gewährung von Kinogutscheinen im Wert von fünf Euro für jeweils fünf ausgeliehene Titel. Diese Gutscheine sind direkt in mehreren hundert Kinos einlösbar, sofern ein Haus die Erstattung ablehnt, erfolgt sie seitens Kino on Demand über www.filmgutscheine.de.

Aktuell erhalten Nutzer bereits beim ersten abgerufenen Film einen solchen Gutschein - und zunächst bis 31. März gehen laut Rushlake Media fünf Euro für jeden Neukunden ohne Abzug direkt an die Kinos (gemeint sind die direkten Partnerkinos, die den Dienst auch über ihre Websites anbieten). Zudem würden durch die weiteren Gutscheine Nutzer zusätzlich motiviert, nach der Krise schnell wieder in die Kinos zurückzukehren.

"Die ganze Branche bekommt die Folgen von Corona zu spüren", so Philipp Hoffmann, Geschäftsführer von Rushlake Media. "Doch die Kinos trifft es zurzeit besonders hart." Mit der jetzt gestarteten Aktion helfe man, "den wirtschaftlichen Schaden ein wenig einzudämmen", so Hoffmann. Gegebenenfalls werde die Aktion kurzfristig verlängert.

UPDATE vom 20.03.:

Der eksystent Filmverleih hat entschieden, das Modell von "Kino on Demand" für "Isadoras Kinder" anstelle des für April geplanten (aber im Zuge der Coronavirus-Krise unmöglich gewordenen) Kinostarts zu nutzen.