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Ymagis-Hauptversammlung nickt Restrukturierungsplan ab

Im Dezember 2019 hatte sich Ymagis mit Banken und Gläubigern auf einen Restrukturierungsplan geeinigt gehabt. Diesem hat nun die Hauptversammlung des Technikdienstleisters zugestimmt.

25.02.2020 14:53 • von Jochen Müller
Ymagis-CEO Jean Mizrahi (Bild: Ymagis)

In der jüngst abgehaltenen Hauptversammlung des Technikdienstleisters ist der im Dezember vergangenen Jahres von der Unternehmensführung mit Banken und Gläubigern ausgehandelte Restrukturierungsplan abgenickt worden.

Wie das Unternehmen in einer Mitteilung zur Bekanntgabe seiner Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2019 skizziert, ist darin ein Procedere für die Abtragung des Schuldenbergs in Höhe von insgesamt 52,1 Mio. Euro festgelegt. Von der Gesamtsumme sollen demnach zwischen 13,9 und 16,2 Mio. Euro abgeschrieben werden. 9,2 Mio. Euro sollen in Unternehmensanteile umgewandelt werden. Die restlichen 26,8 Mio. Euro sollen über einen Zeitraum von sieben Jahren abgetragen werden.

Im Jahr 2019 hatte Ymagis nach eigenen Angaben einen Umsatz von 155,8 Mio. Euro erzielt gehabt, der um sieben Prozent unter dem des Vorjahres gelegen hatte. Dabei erzielte die CinemaNext-Sparte (75 Mio. Euro) ein Umsatzplus von 21 Prozent, bedingt durch die Erneuerung von Verträgen mit Kinoketten wie Cineplexx in Österreich, Megarama in Frankreich und Omniplex in Irland. Erwartungsgemäß rückläufig waren hingegen die VPF-Erlöse; sie gingen im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 28,8 Mio. Euro zurück. Der Geschäftszweig Eclair BU (50,8 Mio. Euro) verzeichnete einen Erlösrückgang um drei Prozent. Ein fünfprozentiges Umsatzplus im Bereich "Distribution & Preservation" konnte das 37-prozentige Minus im Bereich "Postproduction & Restauration" nicht ausgleichen.