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ITFS benennt erste Programm-Schwerpunkte

Das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (5. bis 10. Mai) hat die ersten Programm-Highlights für seine 27. Ausgabe bekannt gegeben.

14.02.2020 13:08 • von Barbara Schuster
"J'ai perdu mon corps" spielt eine Rolle beim ITFS 2020 (Bild: Xilam Animation - Auvergne-Rhône-Alpes Cinéma)

Das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (5. bis 10. Mai) hat die ersten Programm-Highlights für seine 27. Ausgabe bekannt gegeben.

Ein Schwerpunkt wird mit "Wonderwomen - Frauen in Games & Animation" überschrieben. Aufbauend auf das Programm "Women in Animation", das beim ITFS 1996 von Jayne Pilling kuratiert wurde, stellt das kommende Festival neue und historische Position des weiblichen Animationsfilms vor. Der diesjährige Schwerpunkt "Wonderwomen - Frauen in Games & Animation" zeigt nicht nur innovative Animationskunst von Frauen, sondern stellt erstmalig in einer Ausstellung dezidiert Computerspiele vor, die maßgeblich von Frauen realisiert wurden. Darüber hinaus wird mit drei Kurzfilmprogrammen die Vielfalt der internationalen weiblichen Animationsszene präsentiert. Und in einer "In Persona"-Präsentation stellt sich mit Monique Renault eine Pionierin der europäischen Animationsbranche vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist mit dem Titel "Schwerpunkt: Copines! Fokus Frankreich" angekündigt. In der Master Class von Benjamin Renner erhalten die Besucher*innen einen exklusiven Einblick in die Arbeit des Oscar-nominierten Cartoonisten, Animators und Filmemachers, der bereits den wichtigsten nationalen Filmpreis César gewann. Jérémy Clapins erster animierter Langfilm "J'ai perdu mon corps" wurde in diesem Jahr für einen Oscar nominiert und gewann den Annie Award als Best Indie Feature; zusammen mit FMX - Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media zeigt das ITFS den Film als gemeinsames ITFMX-Screening. Außerdem stellen sich vier renommierte französische Animationsstudios in den Studiopräsentationen des ITFS vor, darunter Folimage (Jacques-Rémy Girerd), H5 (Ludovic Houplain, Federico Materazzo), Sacrebleu Productions (Ron Dyens) sowie Studio Silex. Die Animationshochschulen La Poudrière und EMCA zeigen darüber hinaus die besten Arbeiten ihrer Studierenden.

Neben allen Sonderformaten bilden die Kurz- und Langfilmprogramme jedes Jahr den Kern des Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart. Der Internationale Wettbewerb zeigt einige der besten animierten Kurzfilme der ganzen Welt; darüber hinaus werden in den unterschiedlichen Wettbewerben Preisgelder von bis zu insgesamt 90.000 Euro vergeben. Die Tribute-Reihe ehrt dieses Jahr die Werke verstorbener Filmschaffender wie Rosto aus den Niederlanden und An Xu aus China.