Kino

Stadt München ehrt Gerhard Polt

Der Kabarettist und Schauspieler Gerhard Polt wird am 3. März mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ist die höchste Auszeichnung der Bayerischen Landeshauptstadt für kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen.

07.02.2020 11:18 • von Jochen Müller
Gerhard Polt wird mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet (Bild: Peter Hösel)

Aus den Händen von Oberbürgermeister Dieter Reiter erhält der Kabarettist und Schauspieler Gerhard Polt am 3. März den Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München für sein Lebenswerk.

In der Begründung der Jury, der neben dem Vorsitzenden Richard Quaas (CSU-Stadtrat in Vertretung von OB Dieter Reiter) Vorjahrespreisträgerin Anja Kunstmann), Kulturreferent Anton Biebl, weitere Stadträte sowie fünf unabhängige Mitglieder wie Hans-Jürgen Drescher (Bayerische Theaterakademie August Everding) und Alex Rühle ("Süddeutsche Zeitung") angehören, heißt es: "Gerhard Polt gehört zu München wie das Oktoberfest, die Frauenkirche oder der Viktualienmarkt. Ja, mittlerweile wirkt es fast, als sei er immer schon dagewesen, und viele seiner Sätze sind in den Alltagsgebrauch übergegangen. Dabei ist seine Komik bei all ihrer absurden Drastik meist so hintergründig, dass einer der Juroren für den Kulturellen Ehrenpreis im diesjährigen Auswahlgespräch mehrfach darauf pochte, Polt sei gar kein Kabarettist, sondern einer der größten Philosophen, die wir haben".

Der Kulturelle Ehrenpreis der Landeshauptstadt München wird seit 1958 an eine Persönlichkeit von internationaler Ausstrahlung mit engem Bezug zu München für ihre kulturellen beziehungsweise wissenschaftlichen Leistungen vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Erster Preisträger dieser höchsten Auszeichnung der Stadt für kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen war der Physiker Werner Heisenberg. Es folgten u.a. Komponist Carl Orff (1965), Michelangelo Antonioni (1968), Erich Kästner (1970), der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (1971), Heinz Rühmann (1977), der Historiker Golo Mann (1980), Alexander Kluge (1986), Edgar Reitz (1992), Doris Dörrie (2002), Loriot (2007), Dieter Hildebrandt (2010), Senta Berger (2011), Werner Herzog (2014), Klaus Doldinger (2016) und Günter Rohrbach (2017).