Kino

AG Kino-Gilde bildet neue Berlinale-Jury

Zur 70. Berlinale entsendet der Arthouse-Verband erstmals zwei Jurys. Denn neben der 31. Vergabe eines Gilde-Filmpreises für einen Wettbewerbsfilm winkt diesmal auch die Auszeichnung eines Werks aus der Sektion Generation 14+.

27.01.2020 11:57 • von Marc Mensch
Die Jury-Vorsitzende Petra Rockenfeller (Bild: Ute Gabriel)

Bereits zum 31. Mal wird in diesem Jahr eine von der AG Kino-Gilde zur Berlinale entsandte Jury den besten Film aus dem Wettbewerb für einen Gilde-Filmpreis auswählen - und damit auch der engen Verbindung zwischen dem Festival und dem Arthouse-Verband Nachdruck verleihen. Für den Verbandsvorsitzenden Christian Bräuer ein wichtiges Anliegen: "Unsere Jurys und die damit verbundenen Filmpreise sind ein bedeutendes Bindeglied zwischen der Berlinale und den Filmkunstkinos. Unsere Mission ist es, die ausgezeichneten Werke auch nach dem Festival einem breiten Publikum auf der großen Leinwand zu präsentieren."

Den Juryvorsitz übernimmt in diesem Jahr mit Petra Rockenfeller (Lichtburg Filmpalast Oberhausen) eine der renommiertesten Kinomacherinnen Deutschlands. Ihr zur Seite stehen Christopher Bausch (Cinema & Harmonie Frankfurt am Main, Casino Aschaffenburg) und Miriam Pfeiffer (Kinobar Prager Frühling in Leipzig), deren Programmarbeit ebenfalls regelmäßig ausgezeichnet wird.

"Wir Kinobetreiber sind die 'Spürnase für unserer Publikum'", beschreibt Rockenfeller ihre Aufgabe. "Engagiertes Kino heißt Filmprogramm zu kuratieren und mit Filmvermittlung zu kombinieren, um durch das Filmerleben das Kino zu einem besonderen Kulturort zu machen." Die Berlinale sei die ideale Plattform, um diese Filme zu entdecken und die Gilde-Filmpreise leisteten einen Beitrag, um außergewöhnliche Filme in der Branche und beim Publikum bekannter zu machen.

Ein Effekt, den man sich künftig auch für das jugendliche Publikum zunutze machen will. Denn wie der Verband darlegt, liegt ihm die Sichtbarkeit von Kinder- und Jugendfilmen jenseits der Produktionen großer Hollywood-Studios besonders am Herzen. Damit zur diesjährigen Neuerung: Erstmals entsendet die AG Kino-Gilde auch eine Jury für die Sektion Generation 14+, bestehend aus jungen Kinomitarbeiter*innen, die in ihren jeweiligen Häusern das Kinder- und Jugendfilmprogramm mit kuratieren und Aktionen rund um die Filmvermittlung koordinieren. Im Einzelnen obliegt die Vergabe des neuen Filmpreises Nina Heise (Lichtburg Filmpalast Oberhausen), Marcel Danner (Yorck-Kinogruppe, Berlin) und Anna Friederike Wittkowski (Lichtburg Filmpalast Oberhausen).