Kino

Bayerischer Filmpreis: Darstellerpreis und Produzentenpreis geteilt

Im Münchner Prinzregententheater ist heute Abend der mit insgesamt 300.000 Euro dotierte Bayerische Filmpreis verliehen worden.

17.01.2020 21:00 • von Jochen Müller
Der Pierrot wurde heute Abend im Münchner Prinzregententheater verliehen (Bild: Bayerisches Staatsministerium für Digitales)

Wie im vergangenen Jahr wurde auch bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater heute Abend der Produzentenpreis geteilt: jeweils 100.000 Euro gingen an Lena Schömann und Bora Dagtekin (Constantin Film) für die Produktion von Das perfekte Geheimnis" sowie Peter Hartwig (Kineo Filmproduktion) und Jonas und Jakob D Weydemann (Weydemann Bros) für die Produktion von Systemsprenger". In diesem Jahr teilen sich aber auch zwei Darsteller den Darstellerpreis (dotiert mit 10.000 Euro): Bjarne Mädel und Lars Eidinger wurden für ihre Rollen in dem Roadmovie 25 km/h" ausgezeichnet. Als beste Darstellerin erhielt Anne Ratte-Polle für ihre Rolle in Es gilt das gesprochene Wort" den mit 10.000 Euro dotierten Bayerischen Filmpreis. Der Preis für die beste Regie (dotiert mit 10.000 Euro) ging an Sherry Hormann für Nur eine Frau", für das beste Drehbuch (dotiert mit 10.000 Euro) wurden Fabian Hebestreit und Martin Busker für Zoros Solo" ausgezeichnet, für die beste Filmmusik (dotiert mit 10.000 Euro) Arash Safaian für "Lara", für die beste Bildgestaltung Frank Lamm ("Deutschstunde").

Alireza Golafshan erhielt den mit ebenfalls 10.000 Euro dotierten Nachwuchsregiepreis für Die Goldfische", als bester Nachwuchsdarsteller (dotiert mit 10.000 Euro) wurde Jan Bülow für die Hauptrollen in Lindenberg! Mach dein Ding" ausgezeichnet. Für gleich zwei Filme zeichnete die Jury Luna Wedler als beste Nachwuchsdarstellerin aus: Für "Auerhaus" und "Dem Horizont so nah".

Der Bayerische Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm (dotiert mit 10.000 Euro) ging an die Produzenten Fabian Maubach und Jochen Laube (Sommerhaus Filmproduktion) für "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", als bester Dokumentarfilm (dotiert mit 10.000 Euro) wurde Janna Ji Wonders Walchensee Forever" ausgezeichnet. Der undotierte Sonderpreis ging an Philipp Stölzl für die Musicalverfilmung Ich war noch niemals in New York".

Bereits vor der heutigen Verleihung festgestanden hatten Heiner Lauterbach als Träger des Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten und Publikumspreis-Gewinner Leberkäsjunkie".

Die für die Filmförderung zuständige Digitalministerin Judith Gerlach betonte im Rahmen der Verleihung des Bayerischen Filmpreises: "Wir starten das Filmjahr 2020 mit einem der bedeutendsten Preise der Filmbranche. Mit dem Bayerischen Filmpreis adeln wir Filme, die gezeigt haben, wie gut der deut-sche Film ist. Starke Filme bedienen Emotionen: Sie bringen zum Lachen und zum Weinen, sie regen zum Nachdenken an und unterhalten. Und dafür stellt Bayern die perfekten Rahmenbedingungen - von Weltklassedrehorten über herausragende Filmschaffen und renommierte Unternehmen bis zu einer starken Filmförderung."

Über die Bandbreite der ausgezeichneten Filme sagte Gerlach: "Heute zeigt sich wieder, welch grandiose Bandbreite der deutsche Film auf höchstem Niveau abliefert. In den Hauptrollen stehen neben einem Stofftier auch das Handy, die Filme reichen von Drama bis zum spannenden Dokumentarfilm. Aber, sie haben eines gemeinsam: sie begeistern das Publikum. Solche Filme sorgen dafür, dass das Kinojahr 2019 an Schwung gewann."