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Tonpool betraut OK Medien mit der Logistik

Die Insolvenz von Avos Logistics stellt verschiedene Musikunternehmen vor Herausforderungen. Auch bei Tonpool Medien hat man bereits reagiert und arbeitet inzwischen mit dem OK Media Service zusammen.

10.12.2019 16:02 • von
Berichtet von einem reibungslosen Übergang: Kurt Erping (Bild: Tonpool)

Die Insolvenz von Avos Logistics stellt verschiedene Musikunternehmen vor Herausforderungen. Auch beim Indievertrieb Tonpool Medien hat man bereits reagiert und arbeitet in Sachen Logistik inzwischen mit dem OK Media Service zusammen, wie Tonpool-Geschäftsführer Kurt Erping auf Nachfrage von MusikWoche bestätigt.

Die Auslieferung laufe bereits inklusive aktueller Neuheiten über OK Media. Abgesehen von wenigen Artikeln, die in der Übergangsphase nicht lieferbar sind, sei man sehr zufrieden. "Persönlich habe ich so einen reibungslosen Übergang noch nicht erlebt", lässt Erping wissen. Derzeit laufe im Bereich des Backkatalogs noch der Übergang, soll aber Ende kommender Woche abgeschlossen sein. Bestellungen über den Onlineshop der Böhsen Onkelz würden ebenfalls bereits über OK ausgeliefert, auch hier laufe "alles geräuschlos".

Erst Mitte 2017 hatte Tonpool die Lagerhaltung und die Distributionsaktivitäten an die damalige Cinram in Alsorf übertragen, die kurz darauf in Schwierigkeiten geriet und im Herbst 2017 vom Bielefelder Logistikunternehmen Avos übernommen wurde. Zwei Jahre nach der Übernahme der einstigen Cinram durch Avos stellte der Logistikdienstleister Avos Logistics kürzlich Insolvenzantrag. Aufgrund "fehlender Fortführungsperspektiven" werde der Geschäftsbetrieb von Avos Logistics kurzfristig eingestellt, bestätigte ein Sprecher des Insolvenzverwalters inzwischen auf Nachfrage von MusikWoche.

OK Media ging 1997 aus dem einstigen Teldec-Presswerk hervor.