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SWR-Haushaltsplan beschlossen

Der SWR-Rundfunkrat hat heute den Haushaltsplan für das kommende Jahr beschlossen. Er steht am Ende eines auf zehn Jahre angelegten Einspar- und Umbauprozesses und stellt für die ARD-Anstalt nach eigener Aussage einen Meilenstein dar.

06.12.2019 14:32 • von Jochen Müller
- (Bild: Südwestrundfunk/Thorsten C. Hein)

Im jetzt vom SWR-Rundfunkrat genehmigten Haushaltsplan für das kommende Jahr stehen Erträgen von 1,326 Mrd. Euro Aufwendungen in Höhe von 1,368 Mrd. Euro gegenüber, woraus sich ein Bilanzverlust von 42 Mio. Euro ergibt. Nach Angaben des SWR werde dieses Bilanzergebnis maßgeblich von nicht vom SWR beeinflussbaren bilanziellen Effekten im Zusammenhang mit dem Bilanzrechtsmodernierungsgesetz beeinflusst. Um diese Effekte beeinflusst könne man operativ einen Gewinn von 18,16 Mio. Euro ausweisen.

Das Haushaltsjahr 2020 stellt für den SWR eigenen Angaben zufolge einen Meilenstein dar, steht es doch am Ende eines auf zehn Jahre angelegten Einspar- und Umbauprozesses. Geprägt seien diese Jahre von Umstrukturierungen, der Zusammenführung zweier Orchester sowie dem Abbau von knapp 600 Beschäftigungsverhältnissen gewesen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Auch zukünftig gehe es jedoch darum, "gute finanzielle Rahmenbedingungen für herausragendes Programm zu schaffen". So würden der multimediale Umbau weiter vorangetrieben, Infrastrukturen verschlankt und Technologien modernisiert.

"Der Haushalt ist in Zahlen gegossene Strategie. Wir bleiben in einer Phase der realen Stagnation, trotz einer möglicherweise leichten Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Wir werden unseren strategischen Kurs zielgerichtet fortsetzen, auch um Freiräume für Investitionen in die Zukunft zu schaffen. Innovationen planen wir sowohl in unseren Programmen als auch in digitalen Angeboten. Wir müssen und wollen uns noch stärker erneuern", erklärte SWR-Intendant Kai Gniffke heute im Rahmen der Rundfunkratssitzung.

Dessen Vorsitzender Gottfried Müller betont: "Der SWR hat frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und vor zehn Jahren einen umfassenden Sparprozess eingeleitet. Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Das war sicherlich nicht immer einfach. Dafür möchte ich an dieser Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Der Sparprozess ist eine wichtige Investition in die Zukunft. Besonders in einer Zeit, in der uns der öffentlich-rechtliche Rundfunk für unsere Gesellschaft immer wichtiger werden muss, um fundiert recherchierte Informationen für unsere Meinungsbildungsprozesse zu ermöglichen."