Kino

Mitteldeutschland setzt Zeichen für Kinoförderung

Die nächste Förderanhebung für Kinos kommt von der MDM. Deren Aufsichtsrat beschloss eine Erhöhung der Mittel für die Kinoprogrammpreise um gut 25 Prozent. Ein gutes Signal - das man auch als "Flankierung des Zukunftsprogramms" sehen will.

06.12.2019 12:55 • von Marc Mensch
MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen (Bild: MDM)

MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen hatte bereits bei der diesjährigen Verleihung der Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland im September seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, beim Etat für das kommende Jahr noch etwas draufsatteln zu können. Und tatsächlich beschloss der MDM-Aufsichtsrat bei seiner Sitzung am 4. Dezember, die Mittel für die Kinoprogrammpreise ab 2020 um gut 25 Prozent von 79.500 auf 100.000 Euro zu erhöhen.

"Ich freue mich sehr, dass wir die exzellente Programmarbeit mitteldeutscher Filmtheater ab 2020 noch stärker würdigen und unterstützen können. Kinos sind extrem wichtige Kulturorte und Kristallisationspunkte für den gesellschaftlichen Dialog. Hier schlägt das Herz des Films"; so Claas Danielsen. Und weiter: "Mit dieser Stärkung der Kinos in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen möchten wir auch das Zukunftsprogramm Kino der Bundesregierung flankieren, das den Kinobetreibern ab 2020 dringend nötige Investitionen in Ausstattung und Technik ermöglichen wird. Wenn die drei mitteldeutschen Länder das Zukunftsprogramm Kino angemessen kofinanzieren, wird die mitteldeutsche Kinolandschaft einen starken Schub erhalten und die Lebensqualität gerade auch im ländlichen Raum spürbar verbessern."

Um einem diesbezüglichen Missverständnis vorzubeugen: Auch wenn die Erhöhung der Kinoprogrammpreise als "Flankierung" des Zukunftsprogramms verstanden wird, ist die tatsächliche Kofinanzierung davon zu trennen. Thüringen soll bereits 100.000 Euro an Mitteln in den Haushalt eingestellt haben, für Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen entsprechende Informationen noch nicht vor. Unterdessen verdichten sich die Anzeichen dafür, dass neben den Kinoprogrammpreisen der BKM wenigstens auch jene der Länder zu einem Kriterium für die Förderung von Häusern in Orten über 50.000 Einwohnern werden könnten.

Anträge für die Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland können bis zum 31. März 2020 in der Geschäftsstelle der AG Kino-Gilde eingereicht werden. Die Antragsformulare und das dazugehörige Merkblatt sind ab Januar unter www.mdm-online.de zu finden.