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Rücklagen des rbb sind 2020 aufgebraucht

Im jetzt vom Rundfunkrat genehmigten Wirtschaftsplan für 2020 ist ein Fehlbetrag von gut 80 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser kann durch Rücklagen gedeckt werden, die allerdings damit aufgebraucht sind.

06.12.2019 10:27 • von Jochen Müller
rbb-Intendantin Patricia Schlesinger (Bild: rbb/Thorsten Klapsch)

Der jetzt vom rbb-Rundfunkrat genehmigte Wirtschaftsplan für das kommende Jahr weißt einen Fehlbetrag von 86,7 Mio. Euro auf - Aufwendungen in Höhe von 564,8 Mio. Euro (plus 4,1 Prozent gegenüber 2019) stehen Erträge von 478,1 Mio. Euro (plus 4,5 Prozent gegenüber 2019) gegenüber. Wie der rbb jetzt bekannt gegeben hat, sei die Liquidität dennoch gesichert, da man den Fehlbetrag aus in den Jahren 2013 bis 2016 angesparten Rücklagen ausgleichen könne. Diese seien damit allerdings aufgebraucht.

Die eingeplanten höheren Aufwendungen führt der rbb zum einen auf den "weiterhin steigenden, zinsbedingten Rückstellungsbedarf für die Altersvorsorge" zurück; die Aufwendungen für die Altersvorsorge steigen um gut sechs Prozent auf 60,7 Mio. Euro an. Darüber hinaus führen Sport-Großveranstaltungen wie die Olympischen Sommerspiele in Tokio und die Fußball-EM zu einem Anstieg der Ausgaben in der Programmdirektion um rund 5,5 Prozent auf 413,1 Mio. Euro.

Auf der Ertragsseite ist laut dem jetzt vorgelegten Wirtschaftsplan mit einem Anstieg der Beitragserträge um knapp ein Prozent auf 403,6 Mio. Euro zu rechnen, die Erträge aus Geld- und Finanzanlagen sollen um 73,5 Prozent auf 9,2 Mio. Euro steigen.

Ebenfalls im Wirtschaftsplan für 2020 vorgesehen ist ein Anstieg der Investitionen um gut 19 Prozent auf 31,5 Mio. Euro. Geplant ist hier der Bau eines crossmedialen Newscenters in zwei Etagen im Fernsehzentrum Berlin. Damit will der rbb nach eigenen Angaben die Voraussetzungen für eine redaktions- und medienübergreifende Zusammenarbeit in der regionalen Berichterstattung schaffen.