Kino

Filmeditor*innen machen Tempo

Der Ende Oktober gegründete Dachverband "Tempo - Federation of Film Editors Associations" hat jetzt seine Arbeit aufgenommen.

02.12.2019 14:12 • von Jochen Müller
Filmeditor*innen bei der Gründung von "Tempo - Federation of Film Editors Associations" Ende Oktober (Bild: Tempo ? Federation of Film Editors Associations )

Der Dachverband "Tempo - Federation of Film Editors Associatons" hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Der zwölf Berufsverbände für Filmeditor*innen aus zwölf Ländern umfassende Dachverband war Ende Oktober im Rahmen von Filmplus - Forum für Filmschnitt und Montagkunst gegründet worden. Er will die auch für Film*editorinnen vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung der Medienbranche immer wichtiger werdende Vernetzung untereinander ermöglichen, internationale Standards schaffen und gemeinsame Interessen effizienter wahrnehmen.

Eines der Gründungsmitglieder ist der Bundesverband Filmschnitt, dessen Vorstandsmitglied Alexander Berner betont: "Wir Film-Editoren sprechen eine universelle, gemeinsame Sprache. Tempo gibt uns jetzt eine universelle, gemeinsame Stimme."

Da Filmeditor*innen aufgrund der Expansion von Internetplattformen wie Netflix oder Amazon zunehmend international arbeiten, will Tempo ihnen die Möglichkeit zum Informationsaustausch bieten, sowie Kontakte und Anlaufstellen in den teilnehmenden Ländern bieten und dort das öffentliche Bewusstsein für den Berufszweig stärken.

Gerade von dieser Vernetzung könnte man profitieren, wie Job ter Burg vom niederländischen Verband NFC feststellt, denn: "Wir haben festgestellt, das Editor*innen und Interessensvertreter*innen auf der ganzen Welt, sowohl in ihrem Berufs- als auch in ihrem Privatleben, mit sehr ähnlichen Problemen konfrontiert sind und dass die Verbände alle unabhängig voneinander immer neue Lösungen für diese Themen suchen."

Maria Garcia Pandolfi vom italienischen Verband AMC betont, dass der neue Zusammenschluss ganz neue Möglichkeiten eröffne: "Tempo gibt uns die Möglichkeit, auf europäischer und internationaler Ebene Termine in einem Umfang wahrzunehmen, die wir uns als einzelne Verbände nicht leisten könnten."

Dabei sieht Christoph Loidl, Vorstand des österreichischen Verbands AEA, eine ganz neue Chance: "Tempo ist auch eine Einladung an die Vertreter aus Politik, der Industrie und anderer Berufsgruppen, mit den Editor*innen in engeren Dialog zu treten und gemeinsam die Herausforderungen unserer Industrie für die Zukunft zu gestalten."

Weitere Informationen unter www.tempo-filmeditors.com.