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Rundfunkbeitrag soll um knapp fünf Prozent steigen

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Steigerung des Rundfunkbeitrags von derzeit 17,50 auf 18,36 Euro monatlich zum 1. Januar 2021 empfohlen.

19.11.2019 08:13 • von Jochen Müller
Ab 2021 soll der monatliche Rundfunkbeitrag nach einer ersten Empfehlung der KEF auf 18,36 Euro steigen (Bild: Jochen Müller)

Erstmals seit 2009 könnte der monatliche Rundfunkbeitrag zu Beginn der neuen Gebührenperiode am 1. Januar 2021 steigen. Laut einer ersten Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) soll der monatliche Obulus an die öffentlich-rechtlichen Sender von derzeit 17,50 Euro auf 18,36 Euro steigen. Dies empfiehlt die KEF auf Grundlage der ihr von ARD, ZDF und Deutschlandradio vorgelegten Finanzplanung. Der endgültige Bericht mit einer abschließenden Empfehlung wird erst nach einer Anhörung der öffentlich-rechtlichen Anstalten sowie der Rundfunkkommission der Länder durch die KEF Anfang 2020 erwartet. In der Regel weicht die endgültige KEF-Empfehlung - wenn überhaupt - nur marginal von der vorläufigen ab. Die Entscheidung über die Höhe des künftigen Rundfunkbeitrags treffen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder.

Heike Raab, rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin - Rheinland-Pfalz hat den Vorsitz in der Rundfunkkommission der Länder inne - , erklärte gegenüber der dpa: "Die jetzt im Entwurf vorliegende Empfehlung einer Beitragssteigerung von unter 90 Cent belegt, dass die Reformbemühungen der letzten Jahre erste Früchte tragen. Mit der auf den ersten Blick moderaten Anhebung war zu rechnen."

Seit Anfang 2015 liegt der monatliche Rundfunkbeitrag bei 17,50 Euro; damals war er erstmals von 17,98 auf 17,50 Euro gesenkt worden (wir berichteten). Eine von der KEF empfohlene Senkung auf 17,20 Euro zu Anfang 2017 lehnte die Rundfunkkommission der Länder ab (wir berichteten).