Kino

Zwei Milliarden für Kultur

Auch wenn der Anstieg diesmal etwas geringer ausfiel als beim letzten Mal, kann sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters nach der gestrigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses über einen Etat freuen, der mittlerweile an der Marke von zwei Mrd. Euro kratzt.

15.11.2019 13:21 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Markus Wächter)

Eines vorab: Die Neuigkeiten für die Filmwirtschaft halten sich nach der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zum Bundeshaushalt 2020 in Grenzen, insbesondere der Haushaltsansatz von 15 Mio. für das Zukunftsprogramm Kino (zu dessen vorläufigen Details haben wir berichtet) war bereits bekannt. Profitieren könnte die Berlinale, denn die Mittel für Kulturveranstaltungen des Bundes, zu denen diese zählt, stiegen gegenüber 2019 nicht nur um 3,7 Mio. Euro, wie im Haushaltsentwurf vorgesehen, sondern insgesamt um 9,7 Mio. Euro.

Unter dem Strich wächst der Bundeskulturhaushalt für 2020 um gut 84 Mio. Euro, nachdem der BKM-Etat im Vorjahr sogar um fast 125 Mio. Euro gegenüber dem Stand von 2018 aufgestockt worden war. Insgesamt beläuft sich der Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im kommenden Jahr auf fast zwei Milliarden Euro. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2013 wuchs er um mehr als 50 Prozent.

"Mit den kontinuierlichen Etatsteigerungen für Kultur und Medien setzen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein deutliches Zeichen dafür, dass Kunst und Kultur für uns in Deutschland eine Haltung und ein Modus des Zusammenlebens sind. Deshalb wollen wir möglichst vielen Menschen den Zugang zu kulturellen Einrichtungen öffnen und dafür finanzielle Hürden abbauen", so Grütters im Anschluss an die Bereinigungssitzung. Konkret bezog sie sich mit diesen Worten nicht zuletzt auf den Plan, bei den Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und beim Deutschen Historischen Museum Modelle für einen freien Eintritt einzuführen.