Kino

Disney-Geschäftsjahr endet mit Umsatzplus und Gewinnrückgang

Wenige Tage vor dem Start seines Streamingdiensts Disney+ hat Disney die Geschäftszahlen für das zurückliegende Fiskaljahr bekannt gegeben.

08.11.2019 07:37 • von Jochen Müller
Erfolgreichster Disney-Film im vierten Quartal des zurückliegenden Fiskaljahres: "Der König der Löwen" (Bild: Walt Disney)

Der Disney-Konzern hat im zurückliegenden Fiskaljahr einen Umsatz von 69,57 Mrd. Dollar erzielt; ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn ging hingegen aufgrund der Kosten für die Übernahme großer Teile der Fox ebenfalls um 17 Prozent auf 10,44 Mrd. Dollar zurück.

Im vierten Quartal des zurückliegenden Fiskaljahres erzielte Disney einen Umsatz von 19,1 Mrd. Dollar (plus 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal) und lag damit über der durchschnittlichen Wall-Street-Schätzung von 19,04 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn ging um 66 Prozent auf 785 Mio. Dollar zurück.

Anlässlich der Zahlenpräsentation erklärte Disney-Chairman und -CEO Robert A Iger: "Die soliden Zahlen für das vierte Quartal reflektieren die anhaltende Stärke unserer Marken und Geschäftszweige. Wir haben die letzten Jahre damit verbracht, die Walt Disney Company umzubauen und uns auf die Ressourcen und die Kreativität im kompletten Konzern zu konzentrieren und im direkten Kundengeschäft herausragende Erlebnisse bieten zu können. Wir sind gespannt auf den Start von Disney+ am 12. November."

Disneys Studiosparte kam im zurückliegenden Fiskaljahr auf einen Umsatz von 11,127 Mrd. Dollar; ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr; der Umsatz im vierten Quartal stieg im Jahresvergleich um 52 Prozent auf 3,31 Mrd. Dollar an. Als Grund für den deutlichen Umsatzanstieg im vierten Quartal nennt der Konzern die größeren Erfolge von Filmen wie "Der König der Löwen", "Aladdin" und A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" an den Kinokassen im Vergleich zu Die Unglaublichen 2" und Ant-Man and the Wasp" im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis von Disneys Studiosparte lag im vierten mit 1,079 Mrd. Dollar um 79 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums, im gesamten Fiskaljahr ging es um elf Prozent auf 2,686 Mrd. Dollar zurück.