Kino

Netflix-CEO dementiert Pläne zum Kinoerwerb

Auch wenn sich diesbezügliche Spekulationen hartnäckig halten, hat Netflix kein Interesse am Erwerb von Kinos. So zumindest erklärte es CEO Reed Hastings bei einer Konferenz der New York Times.

07.11.2019 15:18 • von Marc Mensch
Netflix-CEO Reed Hastings (Bild: Netflix)

Tun Sie es - oder doch nicht? Seit Monaten halten sich hartnäckig die Gerüchte, Netflix stünde kurz davor, selbst zum Kinobetreiber zu werden, um seinen Produktionen unter anderem eine Auswertungsplattform zu sichern, die sie für renommierte Auszeichnungen wie den Oscar qualifizieren könnte. Beispielsweise habe der Streaming-Gigant (ebenso wie Konkurrent Amazon) in Verhandlungen gestanden, die Kette Landmark Theatres zu erwerben, die letztlich an die Cohen Media Group ging (wir berichteten). In jüngster Vergangenheit wiederum war regelmäßig zu lesen, ein Kauf des traditionsreichen Egyptian Theatre in Hollywood stünde unmittelbar vor dem Abschluss - während die Tatsache, dass Netflix das eigentlich stillgelegte Paris Theatre in New York (das letzte Ein-Saal-Kino der Stadt) für Aufführungen von "Marriage Story" genutzt hatte, mitunter als Übernahme des Hauses fehlinterpretiert wurde.

Netflix-CEO Reed Hastings jedenfalls betonte nun laut einem Bericht des US-Branchendienstes "Deadline" bei einer Konferenz der "New York Times", dass er nicht geneigt sei, tatsächlich Kinos zu erwerben. "Das Kino ist nicht unser Geschäft. Unser Geschäft ist es, unsere Nutzer zufriedenzustellen", so Hastings. Denn die Einhaltung des traditionellen Kinofensters würde die Netflix-Abonnenten dessen berauben, was sie wollten.

Ergänzen darf man übrigens, dass Hastings sich im Zuge dieser Äußerungen selbst als Kinofan auswies. Er sehe "sehr viele Filme" im Kino und genieße das Erlebnis.