Produktion

"Nahschuss" im Dreh

In Berlin finden derzeit die Dreharbeiten zu Franziska Stünkels Kinofilm "Nahschuss" mit Luise Heyer, Lars Eidinger und Devid Striesow in den Hauptrollen statt, der von der Lebensgeschichte des letzten Hinrichtungsopfers der DDR, Werner Teske, inspiriert wurde.

07.11.2019 15:05 • von Jochen Müller
Luise Heyer und Lars Eidinger in "Nahschuss" (Bild: Network Movie)

In Berlin inszeniert Franziska Stünkel derzeit den Kinofilm "Nahschuss", zu dem sie auch das Drehbuch geschrieben hat. Einer Pressemitteilung zufolge wurde Stünkel dabei von der Lebensgeschichte von Werner Teske, der 1981 das letzte Hinrichtungsopfer in der DDR war, inspiriert.

In "Nahschuss" spielt Lars Eidinger den Fußball-begeisterten Ingenieur Franz Walter, der eines Tages vom Auslandsgeheimdienst der DDR, der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) das Angebot bekommt, die DDR als HVA-Mitarbeiter bei der Vorbereitung auf die kommende Fußball-Weltmeisterschaft zu unterstützen. Entlohnt werden dafür soll er mit einer Professur. Franz nimmt das Angebot an und verpflichtet sich damit zu absoluter Systemtreue. Zusammen mit seinem Kollegen Dirk (Devid Striesow) wird er in die Bundesrepublik geschickt. Als der Informationsbedarf der DDR immer größer und größer wird, wird Franz zunehmend unwohl bei der Sache. Er isoliert sich und selbst seine Frau Corina (Luise Heyer) schafft es nicht mehr, sein Vertrauen zu gewinnen. Franz will aussteigen, doch der Geheimdienst lässt ihn nicht gehen.

Produziert wird "Nahschuss" von Network Movie Köln in Zusammenarbeit mit Franks Filmproduktion und C-Films in Koproduktion mit dem ZDF (Redaktion: Daniel Blum) und Arte (Redaktion: Olaf Grunert). Fördermittel gab es von der Film- und Medienstiftung NRW, nordmedia, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und dem DFFF.

Alamode Film plant den Kinostart für 2020, den Weltvertrieb hat Global Screen übernommen. Ein Ausstrahlungstermin im ZDF steht noch nicht fest.