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HBO Max startet im Mai 2020

WarnerMedia hat jetzt das Startdatum und den Preis für seinen geplanten Streamingdienst bekannt gegeben.

30.10.2019 08:36 • von Jochen Müller

Während die neuen Streamingdienste AppleTV+ und Disney+ im kommenden Monat an den Start gehen, findet der Start des von WarnerMedia geplanten Streamingdienstes HBO Max - wie bereits spekuliert - erst im kommenden Jahr statt. WarnerMedia-Boss John Stankey nannte jetzt Mai 2020 als Starttermin von HBO Max in den USA; Europa und Lateinamerika sollen folgen. Den monatlichen Abopreis legte man auf 14,99 Dollar fest, wobei Abonnenten von HBO und rund zehn Mio. AT&T-Kunden das Angebot kostenlos nutzen können, so dass HBO Max beim Start bereits über eine achtstellige Kundenzahl verfügt. Bereits bei der Präsentation der Quartalszahlen von AT&T am vergangenen Montag hatte CEO Randall Stephenson die Zielvorgabe von 50 Mio. Abonnenten bis ins Jahr 2025 genannt; zusammen mit Europa und Lateinamerika sollen es 75 bis 90 Mio. sein.

2021 soll dann eine werbeunterstützte Version von HBO Max an den Start gehen.

Mit dem jetzt festgelegten Preis liegt HBO Max über den Preisen der Konkurrenz. Apple TV+ ist schon für 4,99 Dollar pro Monat zu haben, Disney+ gibt es ab 6,99 Dollar, ein Netflix-Abo im günstigsten Fall für 8,99 Dollar ebenso wie Amazon Prime als Stand-alone-Angebot.

Neben Preis und Startdatum hat WarnerMedia auch das Programm von HBO Max vorgestellt und dabei einige Neuigkeiten im Gepäck gehabt. So wird Ridley Scotts zehnteilige SciFi-Serie "Raised by Wolves" mit Travis Fimmel in der Hauptrolle anstelle wie geplant bei TNT bei HBO Max ausgestrahlt werden. Drei neue Komödien konnten ebenfalls präsentiert werden: "DC Super Hero High" über eine Gruppe von Jugendlichen, die Freude und Frust des Erwachsenwerdens in einem Internat für Hochbegabte erleben. Elizabeth Banks fungiert hier als Executive Producer. Issa Rae ist Showrunner bei der Serie "Rap Sh*t" über eine Gruppe weiblicher Rapperinnen aus einem Vorort von Miami, die ihr Glück im Musikbusiness versucht. Als Showrunner bei "College Girls" fungiert Mindy Kaling. Sie hat auch das Drehbuch zu der Geschichte einer WG dreier 18-jähriger Studentinnen an einem College in Vermont geschrieben.

Schlussendlich hat HBO Max mit J J Abrams noch einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Bei der Präsentation des Streamingdienstes betrag Abrams die Bühne und erklärte, er sei mit HBO Max im Gespräch über zahlreiche Projekte für seine Produktionsfirma Bad Robot. "John Stankey hat uns mit der Ambition, was AT&T tun könnte, umgehauen", erklärte Abrams, warum HBO das Rennen gegen Comcast (Universal), Sony und Apple gemacht hatte. "Jedes Unternehmen ist nur eine Ansammlung von Menschen und die Menschen hier sind so gut es nur geht", so Abrams weiter.