Festival

Filmplus-Festival verleiht Schnitt-Preise 2019

Das 19. Filmplus-Festival hat am Montag die Gewinner*innen der Schnitt-Preise 2019 gekürt. Im nächsten Jahr vollzieht das Festival einen Namenswechsel.

29.10.2019 11:00 • von
V.l. die Gewinner*innen der Schnitt-Preise: Jessica Rudolph (Tentacle Sync Förderpreis Schnitt für "Peng!"), Denys Darahan (Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für "Oray"), Gesa Jäger (Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm für "Dreamaway"), Heidi Handorf (Ehrenpreisträgerin) (Bild: Jule Guder)

Am Montag sind die Schnitt-Preise der 19. Ausgabe von "Filmplus - Festival für Filmschnitt und Montagekunst" in Köln verliehen worden. Den Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, der mit 7.500 Euro von der Film- und Medienstiftung NRW dotiert ist, gewann Denys Darahan für seine Montageleistung beim Film "Oray".

In der Jury-Begründung heißt es: "Dieser Film öffnet unseren Blick für eine uns unbekannte Welt aus Treue, Zusammenhalt, Anspruch und Scheitern im Islam. Ein heikler Stoff - differenziert und mehrdeutig interpretierbar. Der Editor regte zu einer neuen strukturellen Gewichtung an und schuf damit eine authentische, berührende Geschichte."

Der mit ebenfalls 7.500 Euro von der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm bekamen Gesa Jäger und Louly Seif für die Montage des Dokumentarfilms "Dreamaway". "Mit viel Poesie legt ihre Arbeit die vielfältigen Ebenen des Films offen. Die kluge, nicht vorhersehbare Montage verwebt innovativ die einzelnen Stränge und kreiert das Bild der Sehnsucht einer Generation", heißt es im Jury-Urteil.

Der Nachwuchspreis in Höhe von 2.500 Euro ging an Jessica Rudolph und ihre Arbeit beim Kurzfilm "Peng!". Der Preis wird ermöglicht durch Tentacle Sync und das Bundesland. Den mit 3.000 Euro dotierten Ehrenpreis Schnitt für das Lebenswerk erhielt die Münchener Editorin Heidi Handorf. Die Laudatio hielt "Heimat"-Hauptdarstellerin Marita Breuer.

Am Ende der Preisverleihung gab die künstlerische Leiterin Kyra Scheurer bekannt, dass das Festival im kommenden Jahr zu seinem 20-jährigen Jubiläum einen Namenswechsel vollzieht. Aus Filmplus wird Edimotion - Festival für Filmschnitt und Montagekunst. Damit drücke sich die "schärfer fokussierte Identität des Festivals, das seit 2017 unter veränderter Leitung veranstaltet wird", aus.

"Mit dem Namen Edimotion besinnen wir uns noch klarer auf die Basis unseres Festivals, die Editorinnen und Editoren. Und wir richten den Blick gezielt in die Zukunft, die ganz im Zeichen von Bewegung und Emotion steht - den Kernbestandteilen filmischen Schaffens und ganz besonders der Filmmontage", erläuterten Geschäftsführerin Jenny Krüger und Scheurer gemeinsam.

Die 19. Festivalausgabe fand vom 25. bis 28. Oktober statt. Und das Edimotion gibt es in seinem 20. Jahrgang vom 23. bis 26. Oktober 2020 in Köln.