Kino

Nach Aus in China: Tarantino will nicht noch einmal Hand an "Once Upon a Time..." anlegen

Am vergangenen Freitag hatten chinesische Behörden den ursprünglich für 25. Oktober genehmigten Start von "Once Upon a Time in...Hollywood" ohne Angabe von Gründen abgesagt. Regisseur Quentin Tarantino wird aber nicht Kleinbei geben und lehnt es ab, mit dem Film noch einmal in den Schneideraum zu gehen.

21.10.2019 14:30 • von Jochen Müller
Es wird wohl bei dem Aus für "Once Upon a Time in...Hollywood" in China bleiben (Bild: Sony Pictures)

Nachdem Regisseur Quentin Tarantino deutlich gemacht hat, mit "Once Upon a Time in Hollywood" nicht noch einmal in den Schneideraum gehen zu müssen, wird der Film nun endgültig nicht in China zu sehen sein. Das berichten US-Branchenblätter. Chinesische Behörden hatten die für einen Start des Films am 25. Oktober erteilte Genehmigung am vergangenen Freitag ohne Angaben von Gründen zurückgezogen (wir berichteten).

Es wird jedoch gemutmaßt, dass die Darstellung von Bruce Lee in dem Film den Ausschlag zu der Entscheidung der Behörden gegeben haben könnte. Freunde und Familie der 1973 verstorbenen Martial-Arts-Ikone hatten Tarantino für dessen Darstellung in dem Film kritisiert; Lees Tochter Shannon hatte sogar bei der nationalen chinesischen Filmbehörde darauf hingewirkt, auf eine Änderung der Darstellung ihres Vaters in dem Film, bei dem die chinesische Bona Film Group als Finanzier mit Umsatzbeteiligung an Bord ist, zu drängen.

In einer Pressekonferenz hatte Tarantino seinerzeit die Darstellung Lees in "Once Upon a Time im...Hollywood" verteidigt: "Bruce Lee war ein sehr arroganter Bursche. Bei der Art und Weise, wie er gesprochen hat, habe ich nicht viel dazu erfunden."